Die Rente mit 67
bedeutet für viele, dass sie sich am
Ende ihres Arbeitslebens bei Hartz
IV wiederfinden und mit 63 Jahren und
einem lebenslangen
Abzug von bis zu 14.4%
zwangsverrentet werden!
Zusätzlich ist zu
beachten:
Ein
Hartz-IV-Bezieher erwirbt derzeit einen jährlichen Rentenanspruch
von 26,16 Euro. Das ergibt eine monatliche Rentenanwartschaft von
2,18 Euro. Damit werden die Kosten der späteren Rente für Hartz-IV-Bezieher
von unserer Regierung alleine den Jüngeren aufgeladen.
Im Juli 2010 waren 1.230.913
erwerbsfähige HartzIV-Bezieher
50 bis 65 Jahre
Jedoch „für die Investoren ist entscheidend, dass es der
Regierung gelungen ist, ein Projekt gegen die Mehrheit
der Bevölkerung durchzusetzen.“ So kommentierte der
Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen
Wirtschaft, Michael Hüther, die Heraufsetzung des
Renteneintrittsalters auf 67 Jahre.
Quelle: dpa/Der Tagesspiegel
vom 10.03.2007
Fast die Hälfte aller neuen
Altersrenten mit Abschlägen – Quote
weiterhin steigend
Altersübergangs-Report 2010-01
Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf
verantwortlich für die Förderung des
Projekts: Dr. Sebastian Brandl, Forschungsnetzwerk
Alterssicherung, Berlin
verantwortlich für die Förderung des
Projekts: Dr. Jürgen Faik, Institut Arbeit und Qualifikation
(IAQ), Universität Duisburg-Essen
verantwortlich für die Durchführung
des Projekts: Prof. Dr. Matthias
Knuth,
Soziodemographische Charakteristik
der drei Übergangskonstellationen
(Aus dem
Text) Bezogen auf alle Neuzugänge in
Altersrenten des Jahres 2007, machen
die drei Übergangskonstellationen
fast zwei Drittel aller Übergänge
aus (zusammen 63,6 Prozent). In
Ostdeutschland gibt es anteilig
doppelt so häufig
Langzeitarbeitslosigkeit vor dem
Rentenbeginn; zusätzlich kommt jeder
vierte Neuzugang in Altersrente in
Ostdeutschland aus einer
„Übergangsarbeitslosigkeit“ vor
Rentenbeginn. Die Unterschiede
zwischen Männern und Frauen in
Ostdeutschland hinsichtlich der
Übergangskonstellationen sind
gering, während in Westdeutschland
Männer relativ oft eine stabile
Beschäftigung und einen direkten
Rentenbeginn aufweisen und Frauen
vergleichsweise häufig keiner der
drei Übergangskonstellationen
zugeordnet werden können.
Auch
anhand der Abschlagsmonate ist zu
erkennen, dass Langzeitarbeitslose
etwa dreieinhalb Jahre vor einem
abschlagsfreien Rentenbeginn eine
Rente erhalten, während Personen,
die aus stabiler Beschäftigung
direkt in Rente wechseln, dies
durchschnittlich drei Jahre
vorzeitig tun und ein größerer
Anteil abschlagsfrei die Altersrente
beginnt. Diese Zahlen zeigen auch,
dass Arbeitslose im Rentenzugang
keinen spezifischen Vorteil
gegenüber Erwerbstätigen haben. Zwar
können sie eine spezielle Rentenart
nutzen – die Altersrente wegen
Arbeitslosigkeit –, und sie gehen
auch früher in Rente, doch dies
müssen sie mit höheren Abschlägen
erkaufen. Wie weiter unten deutlich
werden wird, sind zudem bei den
Langzeitarbeitslosen besonders
häufig maximale Rentenabschläge von
18 Prozent des Rentenanspruchs zu
verzeichnen. (Aus dem Report,
Seite 6)
Die SPD hat
mit der Agenda 2010 ihr Wähler
betrogen!
Aber
Franz Müntefering
hat uns ja deutlich gemacht, dass es
„unfair“ sei,
die
CDU und die SPD an ihren
Wahlkampfversprechen zu messen.
Hunger-Müntefering untergräbt Fundament des
Sozialstaates
http://www.presseportal.de,
11.05.2006
Nach von
Mitgliedern der SPD-Bundestagsfraktion
bestätigten Medienmeldungen hat der
Bundesminister für Arbeit und Soziales,
Franz Müntefering, in der Sitzung seiner
Fraktion wörtlich erklärt:
„Wer
arbeitet, soll etwas zu essen haben, wer
nicht arbeitet, braucht nichts zu essen.“
weiterlesen
Zitat vom
28.10.2009:
Heinz
Buschkowsky (SPD), der jüngst dem
Handelsblatt zum Thema Betreuungsgeld sagte,
"in der deutschen Unterschicht wird es
versoffen und in der migrantischen
Unterschicht kommt die Oma aus der Heimat
zum Erziehen".
Wirtschaftskrise ändert wenig an Verteilung
Quelle:
Joachim R. Frick, Markus M. Grabka:
Alterssicherungsvermögen
dämpft Ungleichheit, aber große
Vermögenskonzentration bleibt bestehen.
DIW-Wochenbericht 3/2010
Download unter www.boecklerimpuls.de
Die
Wirtschaftskrise wird die Vermögen in
Deutschland zwar schmälern. Auf längere
Sicht dürfte dieser Effekt aber eher gering
sein und entsprechend wenig an der
Verteilung verändern, vermuten die
Wissenschaftler. Als ein Indiz dafür werten
sie den letztlich moderaten Rückgang des
privaten Geldvermögens im ersten Jahr der
Finanzkrise: Zwischen 2007 und 2008 sank es
um 2,4 Prozent, nachdem es zwischen 2001 und
2007 um gut 32 Prozent gestiegen war. Die
öffentlichen Alterssicherungssysteme sind
von der Krise ohnehin weniger betroffen,
betonen Frick und Grabka. Auch dies belege
die „gesamtwirtschaftliche
Stabilisierungsfunktion“ der
Alterssicherung. Allerdings gerate diese
Qualität aus anderen Gründen unter Druck.
Absenkungen des gesetzlichen Rentenniveaus
oder der Beitragszahlungen für Arbeitslose
im Zuge der Hartz-Reformen vergrößerten das
Risiko von Altersarmut, schreiben die
Forscher. Und schließen: „Insgesamt ist
davon auszugehen, dass der seit etwa 1993 zu
beobachtende Trend einer zunehmenden
Vermögensungleichheit in Deutschland durch
die Reformen der Alterssicherung weiter
verstärkt wird.“ In den neuen Ländern
verschärft sich die Situation nach
Einschätzung der Experten besonders: Die
Geld- und Sachvermögen sind geringer als im
Westen. Und die hohe Arbeitslosigkeit wird
die Alterssicherungsvermögen künftiger
Ost-Rentner deutlich schmälern.
Linke-Parteichef Oskar
Lafontaine: "Das ist ein
schlechter Tag für
Arbeitnehmer und Rentner.
Steinmeier steht für die
Agenda 2010, Müntefering für
die Rente mit 67. Mit dieser
Entscheidung setzt die SPD
ihren unsozialen Kurs fort,
der zu Wahlniederlagen und
Mitglieder-schwund geführt
hat."
Ex-Wirtschaftsminister
Wolfgang Clement:
"Steinmeiers Kandidatur ist
ein klares Signal, dass der
Reformkurs der
Agenda 2010
fortgesetzt wird und eine
wichtige Rolle im
Wahlprogramm der SPD spielen
wird. Es kommt jetzt darauf
an, dass sich die Partei
geschlossen hinter
Frank-Walter Steinmeier
stellt."
Quelle: tagesschau.de
Einige der erfolgreichen Reformen
aus diesem Jahrzehnt
Krankenversiche-rungsreform.
Danke Ulla
Agenda 2010
Danke Wolfgang
Über 2 Millionen Hartz IV Kinder
werden sich ihr Leben lang an die
ärmliche und hoffnungslose Kindheit
erinnern, die sie durch Eure Politik
erdulden mussten.
Theodor Nußbaum
SoFFin
ohne Kontrolle - Deutschland ohne
Demokratie
Noch eine
Reform: Von CDU/SPD und
mit
dem Einverständnis der FDP
.
SoFFin = Sonderfonds
Finanzmarktstabilisierung Bundesermächtigungsgesetz in
Deutschland. Das Bankenrettungspaket
nämlich 480 Mrd Euro (Das ist mehr als
der doppelte Bundeshaushalt ) wird ohne
parlametarische Kontrolle vergeben.
Niemand weiß wohin dieses Geld geht.
"Wer klagt zuerst?" oder "Klagen
zwecklos?" - Hinter verschlossenen Türen
werden Steuergelder von heute und morgen
verplant. Ohne Transparenz, selbst für
die Bundestagsabgeordneten - ohne
Kontrolle - gegen die Verfassung.
Steuergelder werden umverteilt - das
Kredit- und Bankensystem zugunsten der
Banken gestärkt - Ein gescheitertes
System und seine Mechanismen werden neu
aufgebaut - der Existenzdruck auf die
Bürger, durch Forderungsrechte der
Banken und der Praxis des Arbeitsmarktes
(Zeitarbeit dank Lobbyist Clement,
verfassungswidrige Zusammenlegung von
Sozialamt und Arbeitsagenturen) aufrecht
erhalten.
Die zukünftige Wirtschaftssituation kann
doch nur mit Geldern von
Investorengeldern von aussen verbessert
werden, wenn den Bürgern keine
Alternativen im Kleinen geboten werden.
Deutschland wird zum Patent- und
KnowHow-Supermarkt, Staatsbesitz wird zu
Privatbesitz u. somit wird
demokratischer Zugriff und die damit
verbundenen Rechte der Bürger verkauft.
Patente und innovative
"Mittelstandsunternehmen" müssen sich
heute bereits den Willen des
Kredit-/Investitionskapitals, also den
Renditewünschen der Banken, beugen, die
diese in Kreditverhandlungen an die
Unternehmer weitergeben/fordern.
Die Freiheit des Grundgesetzes wird
derzeit und auch nach den Wahlen mit
Hilfe von nationalen und internationalen
Freundeskreisen in Politik (Bundestag),
Industriewirtschaft und auch in
bestimmten Medien (zur Beschönigung und
Verharmlosung der Mechanismen)
eingeschränkt. Durch die Einigung auf
Gesetze, die die Freiheiten des
Grundgesetzes regeln sollen, die
Freiheit jedoch nur massiv zum Vorteil
der bekannten gescheiterten u.
unmenschlichen Mechanismen der Macht- u.
Vermögensanhäufung einschränken.
Warum sollte man Parteien, die jetzt an
der Regierung beteiligt sind, wählen,
wenn diese die Erwartungen der Bürger an
die Parlamentarische Demokratie
(offizielle Bezeichnung unseres
politischen Entscheidungssystems) nicht
ernst nehmen?
Warum überhaupt wählen?
Bundestagsabgeordnete haben kein Recht
auf Information, sobald der Mechanismus
der Umverteilung generell unter den
konservativen Machtträgern neu
verhandelt wird. Es ist gleich, ob man
Herrn Steinmeier, Frau Merkel oder die
Liberalen (Freiheitspartei für
Machtmissbrauch in Wirtschaft und
Gesellschaft; subjektive Meinung) wählt!
Man sollte das Ineinandergreifen von
freiheitseinschränkenden Gesetzen sowie
der Blockierung von Verbraucherrechten
(ausgearbeitet von externen
Wirtschaftsanwälten, im Bundestag
verabschiedet von wirtschafts- und
investorengläubigen Abgeordneten) zur
Vermehrung von Vermögen Weniger und
Stabilisierung von legitimierter
Forderungsmacht der Wenigen (über
Kreditinstitute und den Aktienmarkt)
gegenüber dem Arbeitsmarkt und damit
gegenüber den Bürgern, endlich
transparent machen, aufklären und
öffentlich diskutieren.
Und Sie Frau Merkel?
Was haben Sie eigentlich
für Ihre Bürger geleistet?
In einer Grundsatzrede beim Festakt zum
60. Jahrestag
der Gründung der CDU, sagte Frau
Merkel unter anderem auch folgendes
Aus dem Text. "Deutschland habe
keinen Rechtsanspruch auf Demokratie
und soziale Marktwirtschaft für
alle Ewigkeit. „Unsere Werte müssen
wir auch im Zeitalter von
Globalisierung und
Wissensgesellschaft behaupten.“ Dazu
müssten Widerstände überwunden
werden. „Es sind wieder Prioritäten
zu setzen.“ Als „entscheidende
Weichenstellungen“ nach einem
Wahlsieg der Union nannte Merkel
Sozialreformen, „die
Leistungsanreize setzen und soziale
Sicherheit wieder zukunftsfähig
machen“. Außerdem müsse ein
„flexibler Arbeitsmarkt“ geschaffen
werden."
Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt es kategorisch ab,
die Hartz-IV-Regelsätze zu erhöhen. Wir müssen
aufpassen, dass derjenige, der den ganzen Tag arbeitet,
zum Schluss mehr Geld hat als wenn er nicht arbeitet,
sagte Merkel in einem von Jugendlichen geführten
Interview in der gestrigen Ausgabe der "Welt am Sonntag"
zum Thema Gerechtigkeit kinderleicht.
In diesem
Zusammenhang hat der Vorsitzende der Bundestagsfraktion
der Linken, Oskar Lafontaine der Kanzlerin Zynismus
vorgeworfen. Lafontaine: "Die Bundeskanzlerin ist
zynisch. Ihre Erklärung, der Hartz IV-Satz könne nicht
erhöht werden, da diejenigen, die arbeiten, mehr
bekommen müssten, als diejenigen, die nicht arbeiteten,
ist unlogisch. Gerade die Bundeskanzlerin trägt durch
die Verweigerung des gesetzlichen Mindestlohns
Verantwortung dafür, dass in Deutschland Löhne von drei
bis vier Euro gezahlt werden und Menschen, die jeden Tag
acht Stunden arbeiten, zusätzlich noch Hartz IV beziehen
müssen. .
(...) Die Pflicht zur Gegenleistung für
das stattliche Almosen soll nach dem Willen der
Union gesetzlich verankert werden, was nichts
weiter bedeutet, dass Hartz IV Empfängerinnen
und Empfänger in Zukunft ihre Arbeitskraft
kostenlos zur Verfügung zu stellen haben,
ansonsten werde ihnen sämtliche Leistungen
ersatzlos gestrichen. Die immer noch auf dem
Papier stehende Verpflichtung einer
Gemeinnützigkeit bei den 1 Euro Jobs soll dabei
ebenfalls komplett wegfallen und die Hartz IV
Bezieher sollen, ebenfalls nach dem Willen der
Union, auch in der Privatwirtschaft eingesetzt
werden können.
CSU und FDP verbuchen Großspende der
bayerischen Metall- und Elektroindustrie
Bundestagsnachrichten/Unterrichtung -
08.09.2009
Berlin: (hib/BOB/HAU)
Die Christlich Demokratische Union (CDU),
die Christlich Soziale Union (CSU) und die
Freie Demokratische Partei (FDP) verbuchten
im Juli 2009 jeweils drei Großspenden, die
über dem Betrag von 50.000 Euro lagen und
gemäß Parteiengesetz anzuzeigen waren. Wie
aus einer Unterrichtung (16/13929) des
Bundestagspräsidenten Norbert Lammert (CDU)
hervorgeht, erhielt die CDU 106.000 Euro von
der Hamburger ”Berenberg Bank Joh. Berenberg
Gossler & Co.“. 100.000 Euro gingen vom
Verband der Chemischen Industrie e.V. aus
Frankfurt/Main auf das Konto der Partei.
Weitere 70.000 Euro spendete Martin
Herrenknecht aus Schwanau.
Der Verband der
Bayerischen Metall- und Elektroindustrie
e.V. aus München spendete 600.000 Euro an
die CSU und 150.000 an die FDP. Ebenfalls an
die CSU gingen mehr als 124.000 Euro von der
Firma Scheffel Grund GmbH aus München. Von
der Versicherung Allianz SE konnte die CSU
60.001 Euro verbuchen. Auf das Konto der FDP
flossen 150.000 Euro von der Deutschen
Vermögensberatung AG. 100.000 spendete die
Allfinanz Deutsche Vermögensberatung AG aus
Frankfurt/Main den Liberalen.
Unterrichtung durch den Präsidenten
des Deutschen Bundestages
Veröffentlichung von Spenden, die im
Einzelfall die Höhe von 50.000 Euro
übersteigen (§ 25 Absatz 3 Satz 3
Parteiengesetz) (Betrifft: CDU, FDP und
SPD)
"Es ist die
Stunde der Lobbyisten: Kündigungsschutz,
Steuern, Gesundheitsfonds – kurz vor der
Regierungsbildung stellen Arbeitgeber und
Wirtschaftsverbände Forderungen."
"Künftig
regieren Union und FDP. Da wittern die
Wirtschaftslenker ihre Chance auf
Erleichterungen und wirtschaftsfreundliche
Reformen: Die künftige Regierung solle die
Bedingungen für Neueinstellungen so
verändern, dass mehr Menschen aus der
Arbeitslosigkeit herauskommen. Konkret geht
es um eine Reform des Kündigungsschutzes in
Kleinunternehmen bis zu 20 Mitarbeitern."
Weil junge
Mitarbeiter billiger sind, versuchen immer
mehr Unternehmer, ältere Arbeitskräfte
loszuwerden. Sie werden schikaniert - bis
sie freiwillig kündigen.
Der nackte
Schreibtisch macht ihn wütend. Und traurig.
Martin Schmidt* schlägt die Zeitung auf,
überfliegt Überschriften, blättert vor, dann
wieder zurück. Auf die Texte konzentrieren
kann er sich nicht; denn draußen auf dem
Gang hört Schmidt die hektischen Schritte
seiner jungen Arbeitskollegen. In seinem
Büro ist es unerträglich still. Der
54-Jährige greift in seine Umhängetasche und
legt mehrere Kugelschreiber vor sich auf den
Tisch. Die Kulis hat er von zu Hause
mitgebracht. Würde er welche bei der Firma
anfordern, käme die Frage, wofür er die denn
brauche. Schmidt reiht einen Kugelschreiber
an den anderen, exakt 90 Grad zur
Tischkante. 10 Uhr 30. Noch mindestens eine
Stunde bis zur Mittagspause. An den
Nachmittag will er gar nicht denken.
Zahl
der Tafel-Empfänger auf eine
Million gewachsen
„Wegen der Wirtschaftskrise
rechnen die Deutschen Tafeln mit
einer wachsenden Zahl von
Bedürftigen, die auf regelmäßige
Lebensmittelspenden angewiesen
sind. Die Zahl der Tafel-Kunden
sei nach Schätzungen bereits in
den vergangenen zwölf Monaten um
100.000 auf mehr als eine
Million gestiegen, sagte der
Vorsitzende des Bundesverbandes
Deutsche Tafel, Gerd Häuser, in
Göttingen der Tagesschau.
Aus Forum SOZIAL 3/2009 vom
25.07.2009 hier: herunterladen
Regierung steht zur Rente mit 67
Linke scheitert mit dem Versuch,
die ab 2012 vorgesehene Anhebung
der Altersgrenzen abwählen zu
lassen.
Berlin/ Bad Homburg (sth). Der
Versuch der Linken-Fraktion im
Bundestag, die Rente mit 67 zu
kippen, ist misslungen. Mit
großer Mehrheit sprachen sich
die Abgeordneten am Freitag in
namentlicher Abstimmung dagegen
aus, die ab 2012 vorgesehene
Anhebung der gesetzlichen
Altersgrenzen wieder
abzuschaffen. 412 Parlamentarier
plädierten gegen den Antrag der
Linken, 52 Abgeordnete stimmten
dafür, zwei enthielten sich.
An dieser Stelle möchte ich Sie
noch einmal an unseren früheren
Arbeitsminister Müntefering
erinnern. Der, der die Rente mit
67 durchgesetzt hat und als
soziale Tünche die Initiative 50
plus, gegen den Rat vieler
Fachleute, verwirklichte.
Also hier ist das Ergebnis.
Von
Nina Bovensiepen in der
Süddeutschen Zeitung vom
30.08.2006
Die Pläne sehen unter anderem
Lohnzuschüsse und Kombilöhne für
100.000 ältere Arbeitslose vor.
Schon im September könnte das
Kabinett das Gesetz beschließen.
Vizekanzler Franz Müntefering
(SPD) prescht mit seiner
"Initiative 50 plus" für die
bessere Beschäftigung älterer
Menschen vor. In einem
Eckpunktepapier listet das
Arbeitsministerium jetzt
erstmals konkret auf, was die
Regierung tun will, damit die
Deutschen in Zukunft länger
arbeiten - und sich damit auch
auf die Einführung der Rente mit
67 vorbereiten.
Kombilöhne für ältere
Arbeitslose (...) Weiter sollen
Kombilöhne für über 50-jährige
Empfänger von Arbeitslosengeld I
eingeführt werden. Ziel sei es,
diese wieder schnell in Arbeit
zu bringen. Bis zu 30.000
Arbeitslose könnten jährlich auf
diese Weise unterstützt werden,
heißt es.
50 bis unter 65
Jährige auf Jobsuche >>
hier weiter
Wenn man
genauer sein will, muss
ein anderer Monat als der Juni
dazu genommen werden um sich den wahren Zahlen der Altersarbeitslosigkeit
anzunähern. Der Februar 2009 ist
deshalb der richtige Monat, weil
er der aktuellste ist an dem fast
alle Daten, die erreichbar sind, zur Verfügung stehen.
Im Februar 2009 waren
944.543 erwerbsfähige 50 bis unter
65 Jährige auf Jobsuche
und SGB II
(Hartz IV)
348.966
Personen, die
nicht mehr als
arbeitslos in
der Statistik
sind.
Für die neue
Maßnahme nach §
53a SGB II
gelten 112.501*
58 Jährige und
Ältere
als nicht mehr
arbeitslos. Zum
§ 53a SGB II
eine
Kurzübersicht
download
* Die Zahl ist
aus dem März für
den Februar sind keine
vorhanden.
Das
ergibt:
1.575.626
erwerbsfähige 50 bis 65 jährige Menschen
die
keine Arbeit mehr haben!
Ein-Euro-Jobs und andere
Verstecke
Probleme macht es jedoch, die 50
bis 65 Jährigen zu finden, die
in Maßnahmen sind, wie z.B. in
Ein-Euro-Jobs und alle anderen
Maßnahmen, bei denen die
Teilnehmer nicht mehr als
arbeitslos gelten. Bei
Bekanntgabe der Anzahl der
Teilnehmer werden sie nicht in
Altersgruppen eingeteilt, so
dass es nicht möglich ist, den
Anteil der Älteren
herauszufinden. Die einzige
Möglichkeit wäre zu schätzen,
aber es könnten 100.000 genauso
richtig sein wie 300.000.
Deswegen sollen sie hier zumindest erwähnt werden,
damit deutlich wird, dass es
noch mehr ältere Arbeitslose
gibt die einfach nirgendwo in Erscheinung treten.
Theodor Nußbaum
NachDenkSeiten, 23. Juli 2009
DGB: Arbeitslosigkeit steigt
unter Jungen und Älteren rasant
– IAB: Besserung für Ältere am
Arbeitsmarkt
Nach einem
Bericht des DGB auf der
Datenbais der Bundesagentur für
Arbeit erhöhte sich die
Arbeitslosigkeit bei den über
55-Jährigen im Vergleich zum Mai
letzten Jahrs um 17,3 %,
besonders betroffen sind Männer
mit einem Plus von 24,4%. Nach
einer aktuell veröffentlichten
Studie des Instituts für
Arbeitsmarkt- und
Berufsforschung (IAB) [PDF - 1.2
MB] - einer Abteilung der
Bundesagentur für Arbeit - hat
sich die Arbeitsmarktsituation
vor allem der 55-59-Jährigen
zuletzt deutlich verbessert und
die Arbeitslosigkeit der über
50-Jährigen sei gesunken. Zwei
sich scheinbar widersprechende
Aussagen an einem Tag.
14.10.08
Fernsehprogramm (Deutschland) Egal, ob auf dem Finanz-
oder Arbeitsmarkt: Das Allheilmittel der vergangenen
Jahre hieß Deregulierung. Weg mit staatlichen
Vorschriften, der Markt regelt sich selbst - so geht
Reformpolitik.
Aber jetzt haben die freien Finanzmärkte verrückt
gespielt. Viele sind aus allen Wolken gefallen. Und
müssen ausgerechnet ihrem ärgsten Gegner recht geben:
Oskar Lafontaine.
Die Mahner von damals: Lafontaine und Flassbeck
Rückblende. Wir schreiben das Jahr 1998, Oskar
Lafontaine wird Finanzminister der rot-grünen
Bundesregierung. Er will schon damals die
internationalen Finanzmärkte regulieren und
Devisen-Spekulation eindämmen.
Lohnunterschiede in Deutschland wachsen an
Mehr
Geringverdiener mit immer weniger Geld
Die Lohnschere
öffnet sich immer weiter: Während die Löhne
der Spitzenverdiener seit 1995 um 3,5
Prozent stiegen, mussten Geringverdiener
nach Berechnungen der Hans-Böckler-Stiftung
Einbußen von 13,7 Prozent hinnehmen. Zudem
nimmt die Zahl der Geringverdiener und "working
poor" zu.
Das Buch "Arm
durch Arbeit", recherchiert im
Wallraff-Stil, erzählt von "ganz unten" -
aus der Hartz-IV-Perspektive
Eine
erfolgreiche Sozialgesetzgebung gesteht
Markus Breitscheidel der rot-grünen
Bundesregierung durchaus zu: das Pfand für
Dosen und Einwegflaschen. Im Müll fischend
besserte auch er sich als probehalber
Hartz-IV-Empfänger sein Budget auf. Einziges
Problem: Revierkämpfe. Die Mülleimer in den
Städten sind schon aufgeteilt.
Markus
Breitscheidel: "Arm durch Arbeit". Econ
Verlag, 18 €
Viele Riester-Sparer füttern ein
Monster namens Finanzindustrie: Ihre
staatlichen Zulagen kommen nicht der
Altersvorsorge zugute, sondern wandern in
die Tasche der Anbieter.
Diesem Kanon schließt sich nicht nur Angela Merkel an,
sondern auch die Medien.
Willi
Brandt stellte schon 1973 den Begriff Soziale
Marktwirtschaft unter den Missbrauchsverdacht. Heute ist
seine Rede aktueller denn je...
Merkel
zitiert gerne Ludwig Erhardt als Erfinder der Sozialen
Marktwirtschaft, dabei war er immer für einen absolut
freien Markt. Das was wir von früher noch als Soziale
Marktwirtschaft kennen, gibt es heute schon lange nicht
mehr.
Mit der
Auflösung sämtlicher Staatsbetriebe gibt es keine
Soziale Marktwirtschaft mehr - sondern wir leben einer
freien Marktwirtschaft.
Merkel
dreht den Begriff Sozial jetzt dahin, dass die
Allgemeinheit für die Verluste der Wirtschaft aufkommen
muss.
Zum Wohle
des Volkes müssen jetzt die Bürger die Verluste der
Wirtschaft tragen.
Diese
Ideen kommen aber nicht von ungefähr. Es gibt
Strippenzieher wie die INSM oder die
Bertelsmann-Stiftung. Alles Arbeitgeber Institutionen,
die sich mittlerweile tief in die Politik mit Axiomen
und Berater hinein gefressen haben.
Wer
regiert Deutschland wirklich?
Die Demokratie durch die gewählten Politiker?
Oder werden die zur Auswahl stehenden Politiker von
Hintermänner erst ausgesucht, damit garantiert immer die
richten für die Lobbyisten wählen?
Willi
Brandt stelle schon 1973 die Darstellung "der Sozialen
Marktwirtschaft" als Schein hin und unterstellte damit
die Politik will die Verluste sozialisieren. Noch nie
hatten wurden seine Worte so sehr bewiesen.
Die
Begrifflichkeiten der Politik sind schön und
verheißungsvoll, doch die Wahrheit verbirgt sich hinter
diesen Wörtern und die ist alles andere als SOZIAL im
landläufigen Sinn.
Die Schere
zwischen Arm und Reich öffnet sich durch
das Sparpaket weiter. Das Kabinett
stellt das Gelingen der Koalition über
das der Gesellschaft, kommentiert Tissy
Bruns.
Zeiten des
Arbeitslosengeld-2-Bezugs sollen künftig
nicht mehr die Rente erhöhen. Kritik vom
Arbeitnehmer-flügel der Union und den
Gewerkschaften.
Bad Homburg
(sth).
Das gestern von der Bundesregierung
beschlossene Sparpaket sieht auch
Einschnitte bei der gesetz-lichen
Rentenversicherung vor. Den Plänen der
schwarz-gelben Koalition zufolge soll
die Bundesagentur für Arbeit (BA) für
Arbeitslosengeld-2-Bezieher künftig
keine Rentenbeiträge mehr zahlen. Bisher
werden sogenannte Hartz-4-Empfänger für
die spätere Rente so gestellt, als ob
sie 205 Euro monatlich verdienen würden.
Daraus ergibt sich nach einem Jahr
Leistungsbezug eine Rentenerhöhung von
2,09 Euro pro Monat.
"CDU, CSU
und FDP werden in den kommenden Jahren
einen radikalen Kurswechsel vornehmen.
(...) Wenn schwarz-gelb
fertig ist wird gelten: Jeder hilft sich
selbst, dann ist an alle gedacht." ...
"Sozialabbau
hat einen Namen: Agenda 2010. Am 14.
März 2003 präsentierte Ex-Bundeskanzler
Gerhard Schröder dieses Programm zur
Zukunft der sozialen Sicherungssysteme.
Der Bogen wurde weit gespannt. Von
Zuzahlungen, Praxisgebühr, Streichungen
im Leistungs-katalog der Krankenkassen im
Gesundheitswesen über die Senkung des Spitzensteuer-satzes und der
Unternehmens-steuern im Steuerrecht und
die diversen „Hartz“-Gesetze im
Arbeitsbereich bis hin zu
Verschlechterungen bei der Rente."
Textauszug aus einem Beitrag der Linken
Der
Ruhestand nach einem langen Arbeitsleben
ist eine echte Errungenschaft unseres
Sozial-staates. Ins Visier geraten sind
nun aber Telekom, Post und Postbank. Der
Verdacht: Personalabbau durch
fragwürdige Vorruhestands-regelungen.
Erst kürzlich haben
wir herausgefunden, daß in Deutschland
mehr als 82 Millionen versteckte (poten-zielle)
Terroristen wohnen. Du bist einer davon.
.
"Du bist Terrorist" ist ein
außergewöhnlich gutes Video von
Alexander Lehmann zum Thema
Überwachungsstaat. Da das Video nun bereits zum zweiten
Male von Klagen bedroht ist und von
Youtube genommen wurde, möchten wir hier
die Videodateien spiegeln und alle zum
Mitmachen auffordern! Zeigt den Zensoren
und ihren Anwälten was Ihr davon haltet!
Dem
langjährigen CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden und
Unterhändler bei der Deutschen Einheit, Wolfgang
Schäuble, treibt es den Zorn in die Stimme: "Dieses
Thema ist giftig!" Es ist vor allem hoch explosiv, denn
es geht um sehr viel: Es geht um Grundstücke, Häuser,
Fabriken, Wälder und Schlösser, es geht um das alte
Eigentum von Aristokraten und der bürgerlichen Mittel-
und Oberschicht, die zwischen 1945 und 1949 in der
sowjetischen Besatzungszone von den Siegern enteignet,
interniert und vertrieben wurden. Mit der Einheit
hofften die Betroffenen ganz selbstverständlich auf die
Rückgabe ihrer Güter.
Umso
größer war der Schock, als ausdrücklich dieses Eigentum
1990 bei den Verhandlungen um die Deutsche Einheit von
einer möglichen Rückgabe ausgeschlossen wurde. ...
Die
Branche der Callcenter ist eine mit zwei Gesichtern:
Während die Unternehmen satte Gewinne einfahren und
hochprofitabel arbeiten, können tausende Mitarbeiter
nicht von ihrem Einkommen leben und sind gezwungen,
zusätzlich Hartz IV zu beantragen. Rund 440.000 Menschen
sind in der Callcenter-Branche beschäftigt.
Manfred
Grönig vom Paritätischen
Wohlfahrtsverband Göttingen reagierte
erschüttert: "So weit unten waren wir
noch nie", sagt er NDR 1 Niedersachsen.
Das Schreiben des Sozialamts sei
demütigend und unterstelle, dass der
Mann durch Betteln ein regelmäßiges
Einkommen habe.
Tausende von
Sparern wurden von einem Finanzinvestor
um ihr Geld gebracht. Viele Opfer sind
verzweifelt. Doch damit nicht genug:
Jetzt fordern die Finanz-ämter auch noch
Steuern auf Gewinne, die die Anleger nie
gesehen haben.
Ein
Tribunal in Frankfurt vom Januar diesen
Jahres darf auf keinen Fall in der
Versenkung verschwinden: Eine
öffentliche „Gerichts-verhandlung“ gegen
diejenigen, die in Politik und
Wirtschaft das sozialpolitische
Verbrechen „Hartz-IV“ zu verantworten
hatten und nach wie vor haben – mit
weitreichenden negativen Folgen für die
demokratische Gesellschaft. Doch die
Täter sind noch nicht bestraft, sondern
wollen sogar im nächsten Jahr
wiedergewählt werden. Ein Ausschnitt aus
dem Film "Hartz-IV-Tribunal" kann am
Endes des Artikels herunter geladen
werden.
In den Punkten der Anklage
schuldig
Das Tribunal
befand vor allem die politischen
Haupttäter schuldig, dazu zählen Josef
Fischer stellvertretend für die Grünen,
Gerhard Schröder, Franz Müntefering,
Wolfgang Clement, Olaf Scholz und Peer
Steinbrück für die SPD. Gerhard Schröder
wurde vom neoliberalen Vorkämpfer und
Bundespräsidenten Horst Köhler noch als
„herausragende Gestalt der
Reformpolitik“ bezeichnet. Und was
gelegentlich vergessen wird: Zu den
Haupttätern zählte auch die CDU, weil
sie nicht nur dem Gesetz zugestimmt,
sondern über den Vermittlungsaus-schuss
noch Verschärfungen gegen Erwerbslose
durch-gesetzt hatte. Das tut sie übrigens
bis heute durch Kanzlerin Angela Merkel.
Vor allem war auch Roland Koch als
Geburtshelfer von Hartz-IV auf die
Anklagebank. Mit seinem Modell in Hessen
wolle er beweisen, dass „die
Gesellschaft auch ohne das Soziale
machbar“ sei, so die Junge Welt am 27.