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Senioren-Studium

 

 

 
 

Fahndungsmeldung:

Bürger suchen Merkels Zuversicht!

“Deutschland hat allen Grund zu Zuversicht”

 

Tafeln brauchen mehr Lebensmittelspenden

 
 

Es gibt immer mehr Bedürftige für Lebensmittelspenden. Die wachsende Armut in Deutschland bringt die Tafeln zunehmend in Bedrängnis. Diesen Trend bestätigte die Sprecherin des Bundesverbandes Deutsche Tafel, Anke Assig. Vor allem in ländlichen Regionen und strukturschwachen Gebieten werde es zunehmend schwierig, Spenden für die Tafeln zu generieren, sagte sie. Bundesweit versorgen die Einrichtungen rund 800 000 Menschen.

 
  Quelle: http://newsticker.welt.de  
 

Arbeitslosenzahlen 2008

Monatsbericht Bundesagentur für Arbeit - Dezember 2008

 

Arbeitslose 2008

 Im Dezember bekamen *5.571.000 erwerbsfähige Menschen

 Lohnersatzleistungen nach dem SGB III oder

Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts  nach dem SGB II

Hier den Monatsbericht Seite 6 >>

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 * Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.

 

Zur Arbeitsmarktpolitik

Im Monat Dezember befanden sich *1,64 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit  geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.

Bundesagentur für Arbeit – Monatsberichten Seite 7

*Sie werden nicht als arbeitslos gezählt.

 
 In Millionen Arbeitslose 2008 / Monat:
01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12
Arbeitslose 6.106 6.175 6.115 5.999 5.864 5.768 5.789 5.734 5.610 5.543 5.491 5.571
In Maßnahmen 1.280 1.460 1.510 1.530 1.550 1.570 1.550 1.500 1.510 1.570 1.620 1,640
 

Aus dem Monatsbericht Bundesagentur für Arbeit Dezember 2008

Danach waren von 5.737.000 Leistungsempfängern 2.782.000 oder 48 Prozent in der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung für Arbeitsuchende arbeitslos gemeldet.

2.955.000 Personen oder 52 Prozent bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein. Die Gründe dafür können sein: vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, die Teilnahme an Maßnahmen der Arbeitsförderung, die Inanspruchnahme der vorruhestandsähnlichen Regelung des § 428 SGB III ggf. in Verbindung mit dem § 65 SGB II, die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden oder eine zulässige Einschränkung der Verfügbarkeit insbesondere wegen § 10 SGB II (z. B. Kindererziehung und Schulbesuch). (...) Arbeitslosengeld auch Arbeitslosengeld II erhielten (so genannte Aufstocker). Außer den Leistungsempfängern gab es im August noch 414.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. (Seite 30, BA Monatsbericht Dezember 2008)

 

Arbeitslosenzahlen 2008

x

Monat:

Arbeitslose:

Prozente:

50 Jahre und älter

55 Jahre und älter

 
x Januar 3.659.297 8.7 928.788 *25,4% 430.369 *11,8%  
x Februar 3.617.443 8.6 920.639 *25,4% 431.397 *11,9%  
x März 3.507.436 8,4 903.746 *25,8% 429.045 *12,2%  
x April 3.413.921 8,1 895.345 *26,2% 432.275 *12,7%  
x Mai 3.283.279 7,8 872.202 *26,6% 427.225 *13,0%  
x Juni 3.159.811 7,5 845.088 *26,7% 419.590 *13,3%  
x Juli 3.210.045 7,7 842.087

*26,2%

423.674

*13,2%

 
  August 3.195.740 7,6 830.907 *26.0% 422.839 *13,2%  
x September 3.080.899 7,4 813.891 *26,4% 419.476 *13,6%  
x Oktober 2.996.912 7,2 812.741 *27,1% 424.399 *14,2%  
x November 2.988.444 7,1 819.012 *27,4% 431.206 *14,4%  
x Dezember 3.102.085 7,4 843.710 *27,2% 444.515 *14,3%  

** Anteil an der Gesamtarbeitslosenzahl

    Quelle: Bundesagentur für Arbeit - Die Daten sind aus den jeweiligen Monatsberichten

 

Teilnehmer an ausgewählten Massnahmen

Aktiver Arbeitsmarktpolitik

 
 
 

Monat:

 
 

Qualifizierung

 Berufsberatung u.

 Förderung d.
 Berufsausbildung
 Beschäftigungs-
 begleitende
 Leistungen
 Beschäftigung
 schaffende
 Maßnahmen
 
 

Gesamt

 
  Januar 207.511 306.494

328.850

318.831

1.422.459

 
  Februar 234.659 298.405

331.824

324.396

1.461.950

 
  März 251.474 317.185

331.940

324.222

1.512.401

 
  April

245.879

308.233

347.176

331.645

1.531.940

 
  Mai 245.887 nicht veröffentlicht 353.861 344.266 ---  
  Juni 249.452 nicht veröffentlicht 362.880 359.469 ---  
  Juli 227.916 nicht veröffentlicht 364.624 366.760 ---  
  August 216.241 nicht veröffentlicht 365.054 367.512 ---  
  September 247.809 nicht veröffentlicht 368.817 374.313 ---  
  Oktober 248.899 nicht veröffentlicht 367.086 378.865 ---  
  November 267.080 nicht veröffentlicht 383.773 382.796 ---  
  Dezember 272.205 300.373 379.244 371.546 1.643.423  
 

Zunahme der Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik:  

+220.964

 
x

 Quelle: Bundesagentur für Arbeit - Die Daten sind aus den jeweiligen Monatsberichten

x

Mit dem dritten Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (in Kraft seit 01. 01. 2004) wurde im § 16 Arbeitslose, SGB III klar gestellt, dass "(2) Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik gelten als nicht arbeitslos"  [...] Bei Vergleichen der Arbeitslosenzahl mit Daten vor 2004 ist das zu beachten. (BA Bericht Oktober 2007 Seite 24)

Nichtarbeitslose Leistungsempfänger

 nach § 428 SGB III - (58er - Regelung)

 

Jahr

*Monat

Leistungsempfänger **

 Die Daten sind

 

aus den jeweiligen

BA – Monatsberichten:

 

2007

Oktober

207.312

Seite 67

 

November

204.291

Seite 67

 

Dezember

201.377

Seite 69

 

2008

Januar

195.590

Seite 70

  Februar 185.713 Seite 69
März 171.712 Seite 71
April 160.353 Seite 70
  Mai 150.786 Seite 70
Juni 140.237 Seite 68
Juli 75.114 Seite 70
August 69.366 Seite 69
September 87527 Seite 70
Oktober 75.114 Seite 70
November 69.366 Seite 69
Dezember 64.742 Seite 87
x  *  Die Monatszahlen werden mit einer Verzögerung

x

x

    von drei Monaten veröffentlicht.

x

x ** Werden in der Monatsstatistik nicht als arbeitslos gezählt.

x

x    Quelle: Bundesagentur für Arbeit

x

Seit dem 01.01.2008 gilt der § 53a, Abs.2, SGB II nach dem Langzeitarbeitslose im Alter von über 58 Jahren aus der Arbeitslosenstatistik fallen, wenn ihnen nicht innerhalb eines Jahres ein konkretes Jobangebot gemacht wird. Sie gelten danach nicht mehr als Arbeitslos.

 

Arbeitsgelegenheiten nach

 § 16 Abs. 3 SGB II - (Ein-Euro-Jobs)

 
 

2008

Monat:

Leistungsempfänger *

 Die Daten sind
 aus den jeweiligen

 BA – Monatsberichten:

 
 

Januar

279.927

Seite 67

 
 

Februar

287.851

Seite 67

 

März

288.652

Seite 69

April

296.510

Seite 70

Mai 307.892 Seite 69
Juni 320.965 Seite 71
Juli 325.771 Seite 70
August 324.753 Seite 70
September 329.745 Seite 68
Oktober 332.235 Seite 70
November 336.019 Seite 69
Dezember 327.100 Seite 45
x  * Werden in der Monatsstatistik nicht als arbeitslos gezählt.

x

   Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Die Ein-Euro-jobs – Beschäftigungstherapie statt Arbeitsmarktpolitik. Sie kostet mindestens 1,5 Milliarden Euro pro Jahr. Für den Arbeitslosen ist der Ein-Euro-Job nach 6 Monaten beendet. Dann heißt es: zurück in die Warteschleife. Quelle: http://www.rbb-online.de

Panorama vom 17.04.2008: Ausgenutzt und chancenlos - der Unsinn der Ein-Euro-Jobs >> weiter
Den Panorama-Bericht vom 17. April 2008 als PDF-Datei >> download
 

BA - Monatsbericht

 Leistungsempfänger 2008

 

Monat:

ALG I*

ALG II* Sozialgeld* Gesamt*  Die Daten finden Sie 
 unter ungerundete
 Zahlen in den:

 BA – Monatsberichten

Januar

1.090.952

5.106.030

1.921.025

8.118.007

download / Seite 43**

Februar

1.118.075

5.154.304

1.934.350

8.206.729

download / Seite 43**

März

1.059.979

5.153.034

1.933.095

8.146.108

download / Seite 45**

April 938.047 5.154.448 1.935.485 8.027.980 download / Seite 46**
Mai 835.491 5.125.454 1.928.349 7.889.294 download / Seite 45**
Juni 797.469 5.058.095 1.909.287 7.764.851 download / Seite 47**
Juli

831.561

5.040.136

1.910.546

7.782.243

download / Seite 47**

August 836.474 4.991.041 1.895.630 7.723.145 download / Seite 45**
September 807.222 4.897.843 1.872.730 7.577.795 download / Seite 44**
Oktober 776.736 4.859.630 1.860.585 7.496.951 download / Seite 46**
November 807.556 4.778.782 1.812.973 7.399.311 download / Seite 45**
Dezember 904.612 4.771.367 1.800.779 7.476.758 download / Seite 62**

Veränderung der Anzahl

- 641.249

 

der Leistungsempfänger:

  * Vorläufig und hochgerechnet, endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.
 ** Die Angabe der jeweiligen Seite, auf der die von der BA veröffentlichten Daten zu finden sind.
    Quelle: Bundesagentur für Arbeit - Aus den Monatsberichten
 
 
  IAB-STUDIE  
  1,3 Millionen Arbeitnehmer beziehen zusätzlich Hartz IV
Wenn der Lohn zum Leben nicht reicht: 1,33 Millionen Menschen in Deutschland müssen ihr Gehalt mit Hartz-IV-Mitteln aufstocken - das sind über eine halbe Million mehr als noch vor zwei Jahren. Das zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarktforschung.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,518622,00.html 
 
 

Bedarfsgemeinschaften und hilfebedürftige Personen
(hochgerechnete Werte)
BA Bericht
Dezember 2008 Seite 34

Bedarfsgemeinschaften 3.446.000

hilfebedürftige Personen 6.572.000

davon:
erwerbsfähige Hilfebedürftige (eHb) 4.771.000
nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (nEf) 1.801.000

Im Durchschnitt lebten in einer Bedarfsgemeinschaft 1,9 Personen. Von den Bedarfsgemeinschaften des Juli 2008 waren 50 Prozent Single-Bedarfsgemeinschaften, 19 Prozent Alleinerziehende, 13 Prozent Paare ohne Kinder und 17 Prozent Paare mit Kindern. Die Bedeutung der Single-Bedarfsgemeinschaft ist dahingehend zu relativeren, dass 73 Prozent der hilfebedürftigen Personen in einer Mehrpersonen-Bedarfsgemeinschaft leben. In 1.249.000 oder 35 Prozent der Bedarfsgemeinschaften leben 2.143.000 minderjährige Kinder, darunter 437.000 Kinder unter 3 Jahren und 953.000 Kinder unter 7 Jahren.

 

Immer mehr Bürger müssen Leistungen nach SGB II beantragen.

LEISTUNGSEMPFÄNGER Januar 2005

 

ALG I =

 2.071.334  
 

ALG II =

 4.088.955  
 

Sozialgeld =

 1.516.168  
 

Gesamt =

 7.676.457  
 

Dies sind 441.550 Personen weniger als im Januar 2008

 
 Quelle: Bundesagentur für Arbeit - Bericht Januar 2005 Seite 20 x x
 

Monatsberichte 2002 bis 2008

http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/service...nat/index.shtml

 

Anzeigen über Kurzarbeit und Anzahl betroffener Personen

 
Kurzarbeit
nach SGB III:

Jahr

Monat

Anzeigen

Personen

2007

Januar 9624 91266
Februar 4716 40291
März 2935 26990
April 2361 25913
Mai 1671 17149
Juni 1482 16369
Juli 1380 15763
August 949 10251
September 1158 12368
Oktober 1467 14922
November 3820 39100
Dezember 10190 101537

2008

Januar 8999 82331
Februar 4242 39155
März 2185 23477
April 3232 33324
Mai 1519 17680
Juni 1534 19394
 Juli 1413 16906
August 974 13532
September 1491 27034
Oktober 2638 57237
November 7197 164375
Dezember 17726 403997
 

Grafik Kurzarbeiter

Grafik zum Vergrößern anklicken

Durch das Kurzarbeitergeld soll Arbeitslosigkeit vermieden werden und den Arbeitnehmern die Arbeitsplätze und den Betrieben die eingearbeiteten Arbeitnehmer erhalten bleiben. Die Rechtsgrundlagen finden sich im Dritten Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) in den §§ 169 bis 182 sowie in § 216b.

 

 
 
 
  Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit: Kurzarbeit - Eingegangene Anzeigen über Kurzarbeit und darin genannte Personenzahl  
 

Beim Kurzarbeitergeld unterscheidet man aktuell drei Arten:

 
 

Kurzarbeitergeld nach § 169 Satz 1 SGB III

Saison-Kurzarbeitergeld nach § 169 Satz 2 i.V.m. § 175 SGB III

Transferkurzarbeitergeld nach § 216b SGB III

 
  Kurzarbeitergeld (Kug) kann gewährt werden, wenn ein erheblicher Arbeitsausfall mit Entgeltausfall vorliegt, die persönlichen wie betrieblichen Voraussetzungen erfüllt sind und vor Beginn der Kurzarbeit der Agentur für Arbeit eine Anzeige vorlag.  
  Saison-Kurzarbeitergeld (Saison-Kug) erhalten nur Betriebe des Baugewerbes (Bauhauptgewerbe, Dachdeckergewerbe, Gerüstbaugewerbe, Garten- und Landschaftsbau) in der Schlechtwetterzeit vom 1. Dezember bis zum 31. März. Das Saison-Kug wird bei wirtschaftlich bedingtem Arbeitsausfall gewährt (Anzeige und Betriebsmeldung erforderlich), aber auch aus witterungsbedingten Gründen (ohne Anzeige und Betriebsmeldung). Zeiten, in denen Saison-Kug bezogen wird, werden für die Berechnung der Höchstdauer für den Bezug von Kurzarbeitergeld nicht angerechnet.  
 

Transferkurzarbeitergeld (Transfer-Kug) kann zur Vermeidung von Entlassungen und zur Verbesserung der Vermittlungschancen bei Betriebsänderungen beantragt werden.

Voraussetzung ist auch hier eine Anzeige an die Agentur für Arbeit. Im Gegensatz zum Kurzarbeitergeld muss ein dauerhafter unvermeidbarer Arbeitsausfall vorliegen. Weiterhin muss dargelegt werden, dass der Arbeitnehmer in einer betriebsorganisatorisch eigenständigen Einheit (beE) weiter beschäftigt wird.

 
     
Leiharbeit
Die Anzahl der beschäftigten Leiharbeitnehmer steigt seit Jahren an.
 

Jahr

Monat

Leiharbeit-nehmer Männer Frauen

2007

Jan 626.015 462.584 163.431
Feb 636.261 470.626 165.635
Mrz 656.519 484.892 171.627
Apr 683.464 508.138 175.326
Mai 708.155 525.582 182.573
Jun 731.152 542.151 189.001
Jul 761.253 565.780 195.473
Aug 767.876 571.359 196.517
Sep 748.679 553.954 194.725
Okt 770.100 565.971 204.129
Nov 769.856 564.103 205.753
Dez 721.345 527.566 193.779

2008

Jan 716.099 525.276 190.823
Feb 720.033 527.474 192.559
Mrz 734.019 539.044 194.975
Apr 747.433 549.290 198.143
Mai 762.836 562.160 200.676
Jun 794.363 585.812 208.551
Quelle: Bundesagentur für Arbeit
 

Grafik Leiharbeitnehmer

Grafik zum Vergrößern anklicken

Böckler Impuls 03/2008

(Aus dem Text) Sie machen die gleiche Arbeit für weniger Geld; viele hoffen auf eine Festanstellung, doch nur wenige bekommen sie: Leiharbeiter haben spezielle Probleme, und nicht immer läuft das Nebeneinander von ausgeliehenen Kollegen und Stammbelegschaft konfliktfrei ab.

weiter
 
 
Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG)
Die Reform des Gesetzes
Das AÜG wurde durch das Erste Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt („Hartz I“) in wesentlichen Punkten geändert: Das besondere Befristungsverbot, das Synchronisationsverbot, das Wiedereinstellungsverbot und die Beschränkung der Überlassungsdauer auf höchstens zwei Jahre wurden aufgehoben.
Zu Gunsten der Leiharbeitnehmer wurde der so genannte Gleichstellungsgrundsatz im Gesetz verankert. Dieser besagt, dass Leiharbeitnehmer zu denselben Bedingungen beschäftigt werden müssen wie die Stammarbeitnehmer des entleihenden Unternehmens: Gleiche Arbeitszeit, gleiches Arbeitsentgelt, gleiche Urlaubsansprüche (sog. equal pay und equal treatment). Ein Tarifvertrag kann jedoch abweichende Regelungen zulassen, wovon bereits Gebrauch gemacht worden ist, zum Beispiel durch die Tarifverträge des Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister (AMP) mit der Tarifgemeinschaft Christliche Gewerkschaften Zeitarbeit und PSA oder durch die Tarifverträge der DGB-Gewerkschaften mit dem Bundesverband Zeitarbeit (BZA) oder dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ). Verfassungsbeschwerden von Arbeitgeberverbänden und Verleihunternehmen gegen den Gleichstellungsgrundsatz blieben erfolglos.
Mit diesen Änderungen wollte der Gesetzgeber die Qualität und die gesellschaftliche Akzeptanz der Leiharbeit erhöhen. Sie traten zum 1. Januar 2004 in Kraft.
Kritik
Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz ist nicht unumstritten. So fordern der Bundesverband Zeitarbeit und der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen sowie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag, das AÜG und den Erlaubnisvorbehalt abzuschaffen.

Quelle: http://de.wikipedia.org

Kritik: Mehr Infos hier

 

Geringfügige Beschäftigung/Mini-Jobs (400-Euro-Jobs)

 

Jahr

Monat

Ausschließlich

Nebenjob

Insgesamt

 
  2008 Oktober 4.864.900 2.315.200 7.180.100  
  2008 September 4.838.200 2.311.100 7.149.300  
 

2008

August

4.828.800

2.271.300

7.100.200

 
 

2008

Juli

4.909.800

2.171.700

7.081.500

 
 

2008

Juni

4.913.800

2.164.800

7.078.500

 
 

2008

Mai

4.869.383

2.190.557

7.059.940

 
 

2008

April

4.856.945

2.182.016

7.038.961

 
  2008 März 4.856.945 2.165.083

7.019.885

 
  2008 Februar 4.840.123 2.139.686

6.979.809

 
  2008 Januar 4.858.639 2.136.895

6.995.534

 
  2007 Dezember 4.943.186 2.160.442

7.103.628

 
  2007 November 4.931.757 2.184.306

7.116.063

 
  2007 Oktober 4.887.775 2.167.311

7.055.086

 
  2007 September 4.845.766 2.137.023

6.982.789

 
  2007 August 4.844.443 2.091.237

6.935.680

 
  2007 Juli 4.877.459 2.047.866 6.925.325  
  2007 Juni 4.881.535 2.036.235 6.917.770  
  2007 Mai 4.858.913 2.026.423 6.885.336  
  2007 April 4.831.886 2.003.381 6.835.267  
  2007 März 4.808.388 1.977.869 6.786.257  
  2007 Februar 4.804.849 1.956.516 6.761.365  
  2007 Januar 4.822.094 1.957.959 6.780.053  
  2003 Juni 4.375.325 1.157.517 5.532.842  
 

 Die Zahlen werden mit einer Verzögerung von 2-Monaten veröffentlicht 

x
 

 Quelle: Bundesagentur für Arbeit - hier download

x

Es sind besonders die Beschäftigungsverhältnisse ohne Sozialversicherungspflicht ausgeweitet worden. Dies betrifft vor allem die geringfügige Beschäftigung, die so genannten „Mini-Jobs“. Deren Zahl hat, vor allem infolge der gesetzlichen Neuregelung zu Jahresbeginn 2003, stark zugenommen. Dies gilt jedoch auch für andere Erwerbsformen, wie z.B. die so genannten „Ich-AGs“. Diese Entwicklung ist problematisch: Geht der Zuwachs von geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen zu Lasten der Schaffung oder der Erhaltung von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen, wird die Einnahmebasis der Sozialversicherung geschmälert und die jeweiligen Arbeitnehmer erhalten keine Ansprüche auf Sozialversicherungsleistungen.

 
 

 
 

Weniger Hartz-IV-Empfänger, aber mehr Aufstocker

 
  Der langfristige Trend wurde dagegen bestätigt: Obwohl die Zahl der arbeitslosen Hartz-IV-Empfänger um etwa ein Fünftel gesunken sei, habe sich die Zahl der Aufstocker auffallend vergrößert, sagte der Arbeitsmarktexperte des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Wilhelm Adamy  
     
 

Midi-Jobs

 
 

 
  Die Zahl der Mini- und Midi-Jobs ist infolge der Hartz-Reformen angestiegen. Allerdings bilden die Mini-Jobs keine Brücke in voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, für Midi-Jobs können Beschäftigungseffekte (nur) vermutet, aber nicht belegt werden.  
  Quelle : Paritätische Wohlfahrtsverband  
     

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

  Jahr Monat

Anzahl

 
  2008 Dezember    
  November    
  Oktober1)

28.024.200

 
  September2)

28.006.700

 
  August2)

27.689.100

 
   Juli2)

27.439.100

 
  Juni

27.457.715

 
  Mai

27.419.033

 
x April

27.331.910

x

x März

27.224.677

 
  Februar

27.118.945

 
  Januar

27.084.361

 
  2007 Dezember 27.224.084  
  November 27.466.896  
 

Oktober

27.512.752  
  September 27.426.740  
  August 27.126.317  
  Juli 26.848.766  
  Juni 26.854.566  
  Mai 26.843.354  
  April 26.739.770  
  März 26.603.411  
  Februar 26.487.761  
x  Quelle: Bundesagentur für Arbeit - hier download x
x  1)auf 6-Monatswert hochgerechneter/gerundeter 2-Monatswert x
x  2)auf 6-Monatswert hochgerechneter/gerundeter 3-Monatswert x

Die Entwicklung der Zahl von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist als Indikator der Entwicklung des Arbeitsmarktes von besonderem Interesse. Die abgeführten Beiträge sichern den sozialversiche-rungspflichtig Beschäftigten soziale Leistungsansprüche, z.B. auf Rentenzahlungen und Arbeitslosengeld. Zudem hängen die Einnahmen der Sozialversicherungsträger von diesen Beitragszahlungen ab.

           
 

Niedriglohnanteil nach Beschäftigtengruppen

 
 

(Deutschland, alle Beschäftigten, getrennte Niedriglohnschwellen

 
 

 für Ost- und Westdeutschland, in %)

 
   

Kategorie

1995

2000

2006

 
 

 Qualifikation¹

 Ohne Berufsausbildung

 Mit Berufsausbildung

 Universität/Fachhochschule

31,0

13,6

6,3

35,2

17,8

6,1

45,6

23,1

6,1

 
   Geschlecht
 Männer
 Frauen

7,4

25,0

9,9

26,6

14,2

30,5

 
   Alter
 unter 25
 25 – 34
 35 – 44
 45 – 54
 55+

28,8

13,9

12,3

13,5

17,7

42,3

17,8

14,7

14,9

16,5

56,3

25,1

19,6

16,5

22,0

 
 

 Nationalität

 Deutsche
 Ausländer/innen

14,5

20,1

16,6

27,4

20,8

38,9

 
   Gesamt (Deutschland)

15,0

17,5

22,2

 
 

 ¹ In 11,6% aller Fälle war keine Information zum Ausbildungsniveau verfügbar. In der folgenden Auswertung    

 
   wurde angenommen, dass diese Fälle anteilsproportional auf alle Ausbildungsniveaus verteilt sind
   (vgl. zu dieser Vorgehensweise auch Reinberg/Hummel 2002 und Reinberg/Schreyer 2003).
  Quelle: SOEP, eigene Berechnungen IAQ-Report 2008-01  

(Aus dem Text) Während der Niedriglohnanteil in dieser Gruppe 1995 noch unterdurchschnittlich war, lag er 2000 und 2006 bereits über dem Durchschnittswert für alle Beschäftigten (Tabelle). Parallel zum Anstieg des Niedriglohnanteils in der Gruppe der Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung hat sich auch der Anteil dieser Beschäftigtengruppe am gesamten Niedriglohnsektor deutlich vergrößert (von 58,6% in 1995 auf 67,5% in 2006). Nimmt man die Beschäftigten mit einem akademischen Abschluss hinzu, sind mittlerweile drei von vier Niedriglohnbeschäftigten in Deutschland formal qualifizierte Beschäftigte. Entsprechend ist der Anteil der ge-ring Qualifizierten unter den Niedriglohnbeschäftigten seit 1995 deutlich gesunken – von 33,5% auf 26,4%

http://www.iaq.uni-due.de/iaq-report/2008/report2008-01.

Die von der BA gemeldeten offenen Stellen

2007:

x August 647.500
x September 629.100
x Oktober 608.500
x November 577.000
x Dezember 545.600

Bestand aller Stellen Dezember 2008

(Seite 11 BA Bericht 12/08)

 Bestand alle Stellen 503.000
 darunter: Vakanzen 442.000
 ungeförderte Stellen 329.000
 darunter: Vakanzen  282.000
 ungeförderte sozialver-

300.000

 sicherungspflichtige Stellen
 darunter: Vakanzen 257.000

2008:

x Januar 528.000
x Februar 565.000
x März 588.000
x April 592.000
x Mai 579.000
x Juni 596.000
x Juli 588.000
x August 586.000
x September 585.000
x Oktober 571.000
x November 539.000

Der BA sind neben den gemeldeten offenen Stellen noch zusätzliche Stellen, unter anderem gemeldet aus der privaten Arbeitsvermittlung sowie aus ihrer Job-Börse und dem Job-Roboter bekannt viele dieser Stellen sind aber Datendopplungen ein freier Arbeitsplatz vermehrt sich nicht zu fünf freien Arbeitsplätzen nur weil er in fünf Stellenbörsen zu finden ist. Zudem werden bereits besetzte Stellen von vielen Jobbörsen erst nach Wochen aus dem Angebot genommen.

 

Mit wachsenden Befremden nehme ich zur Kenntnis das viele Medien der Versuchung nicht widerstehen und die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit x Jahren oder gar seit Frau Merkels Geburt verkünden. (Dabei werden völlig unterschiedliche Statistiken verglichen – so gab es vor 15 Jahren kein Saisonkurzarbeitergeld keine Ein Euro Jobs und die Arbeitslosenhilfe hatte eine komplett andere Grundlage von Bedürftigkeit als das Arbeitslosengeld II.
Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, also vor der Neudefinition der Arbeitslosigkeit, durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist meines Erachtens unsachgemäß. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenziös interpretiert. Die Frage ist; finanziert die Wirtschaft den *Aufschwung* am Arbeitsmarkt mit existenzsichernden Arbeitsplätzen oder wird der *Aufschwung* am Arbeitsmarkt durch Arbeitsplätze mit ergänzendem ALG II durch Steuern finanziert? Viele Medien suggerieren mit multimedialen "Jubelmeldungen“ einen Erfolg der Reformen am Arbeitsmarkt.
Entgegen der guten Nachricht vom sinken der Arbeitslosigkeit steht die schlechte Nachricht von wachsender Armut der Erwerbstätigen im Niedrigstlohnbereich und wachsende Kinderarmut.

Sybilla
 
Job-Zuwachs reicht bis ins Jahr 2009
Arbeitslosenzahl auf 3,5 Millionen gefallen - niedrigster Stand in einem März seit 15 Jahren

(Aus dem Text) Bundesagentur-Chef Frank-Jürgen Weise sprach bei der Beschäftigungsentwicklung und der Nachfrage nach Mitarbeitern von einem stabilen Trend, der sich bis 2009 fortsetzen könne. Frühestens im September könne die Arbeitslosenzahl auf unter drei Millionen sinken, sagte Weise. Im Jahresverlauf rechne die Bundesagentur nun im Schnitt mit 3,43 Millionen Arbeitslosen nach zuvor 3,5 Millionen...

(...) Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) hob den Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit hervor. Dies zeige: "Vollbeschäftigung in Deutschland ist möglich. Ich möchte, dass kein Bürger länger als ein Jahr arbeitslos ist." Zu der auch von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) in Aussicht gestellten Vollbeschäftigung mit einer Arbeitslosenquote von drei bis fünf Prozent sagte Bundesagentur-Vorstand Raimund Becker: "In dieser Dekade ist sie sicher nicht mehr möglich". Dafür fehlten einfach zu viele sozialversicherungspflichtige Stellen.

Quelle: Berliner Zeitung, 02.04.2008
Nettolohnentwicklung
Die Nettoverdienste der Arbeitnehmer sind auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren gesunken
Zitat:
Montag, 24. September 2007 11:10
Die Nettoverdienste der Arbeitnehmer sind auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren gesunken
Danach lag der Nettorealverdienst nach Abzug von Steuern, Sozialbeiträgen und bei Berücksichtigung der Preisentwicklung im vergangenen Jahr etwa so hoch wie 1986
Die Nettoverdienste der Arbeitnehmer sind auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren gesunken. Das ist das Ergebnis einer Statistik des Bundesarbeitsministeriums, berichtet die Bild-Zeitung.
http://www.tv-suedbaden.de/default.aspx?...showNews=125768

In der Tat es gibt einen Rückgang der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit.

Arbeitslosigkeit im April 08 - oder das Erstellen einer positiven Statistik? Von Sybilla.

Zu den Zahlen den Bericht auf >> http://www.sozialbetrug.org << lesen.

Jeder darf den Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden

Arbeitsmarktstatistik

Quelle:Von Heike Göbel, www.faz.net, 22.01.2008

Schönfärber Olaf Scholz

Der kluge Politiker baut vor. Olaf Scholz weiß, dass sich das Blatt auf dem Arbeitsmarkt schneller wenden kann, als einem ehrgeizigen Bundesarbeitsminister lieb sein kann. Deswegen nutzt der Sozialdemokrat die erste günstige Gelegenheit zu einem Versuch, die Arbeitslosenstatistik nachhaltig zu schönen. Schon seine Vorgänger hatten mit einer - nun ausgelaufenen - Sonderregelung dafür gesorgt, dass nicht mehr alle älteren Arbeitslosen in der Statistik auftauchen. Scholz will sich dieser Problemgruppe nun mit einem dreisten Kunstgriff möglichst vollständig entledigen: Bietet die Bundesagentur Arbeitslosen über 58 Jahren zwölf Monate lang keine Stelle an, fällt der Betreffende aus der Statistik.

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Quelle: Rolf Ackermann WirtschaftsWoche 01.02.2008

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist viel höher als offiziell ausgewiesen
Warum eigentlich lügt die Arbeitslosenstatistik?
Eine Analyse von WirtschaftsWoche-Redakteur Rolf Ackermann.

(Aus dem Text) Frank-Jürgen Weise ist ein faktenorientierter Manager und alles andere als ein Schaumschläger. Doch als der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA) Anfang Januar die Arbeitsmarktzahlen für 2007 vortrug, sprach sogar er in historischen Dimensionen: Im Schnitt waren im vergangenen Jahr 3 776 000 Menschen ohne Arbeit, rund 711 000 weniger als 2006: „Der größte Rückgang seit Bestehen der Bundesrepublik“, triumphierte Weise. (...)

Und doch will die Arbeitsmarkt-Euphorie der Statistiker nicht zur Stimmung der Menschen im Land passen. Sicher, viele zuvor Arbeitslose haben Jobs gefunden. Doch werden die Menschen das Gefühl nicht los, dass ein echter Aufbruch anders aussieht – und für diese Diskrepanz zwischen statistischer und gefühlter Wirklichkeit trägt die offizielle Statistik eine Teilschuld. Das wahre, volkswirtschaftlich relevante Ausmaß der Unterbeschäftigung in Deutschland ist nämlich deutlich höher als das, was die BA monatlich errechnet . So erscheinen zahlreiche Arbeitslose nicht in der Statistik, die gerade eine staatliche Weiterbildungsmaßnahme durchlaufen oder einen der rund 300 000 Ein-Euro-Jobs ergattert haben. Rechnet man alle arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zusammen, die die Statistik entlasten, summiert sich dieser Effekt auf fast eine Million – so viele Menschen, die eigentlich arbeitslos sind, erscheinen nicht in der Statistik.

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Arbeitslosenzahlen 2008

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Weitere Seiten:

Arbeitslosenzahlen 2007

Arbeitslosenzahlen 2008

Arbeitslosenzahlen 2009

Arbeitslos
 
Eckwerte zur Grundsicherung
für Arbeitsuchende
nach dem SGB II (Hartz IV)
Hartz IV Bezieher 2009

Aktuelle Zahlen
 

Statistische Bundesamt

Arbeitslosenquote 1950-2008

hier weiter

Quelle: www.ftd.de, 25.11.2008

Im Wahljahr

Regierung frisiert
Statistik für Arbeitslose
Von Maike Rademaker
und Monika Dunkel

Offenbar braucht die Bundes-regierung mehr positive Nachrichten im Wahljahr 2009. Sie will die Zahl der Arbeitslosen herunterrechnen - mit einem neuen Gesetz.

Nach einem Gesetzentwurf zur Neuregelung von Arbeitsmarkt-instrumenten sollen künftig alle Arbeitslosen, die durch private Träger betreut werden, nicht mehr als arbeitslos gezählt werden. Im Oktober fielen darunter noch rund 149.000 Arbeitslose, insgesamt waren es 2008 rund 300.000 Erwerbslose.

Weiterlesen

Arbeitslosen Statistik gefälscht

Frontal 21 vom April 2008

http://www.youtube.com

REPORT MAINZ

vom 20.10.2008

Ab 50 auf dem Abstellgleis

Ältere haben auf dem Arbeitsmarkt noch immer
kaum Chancen

Trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten, die Arbeits-losigkeit gehe zurück. Bislang zumindest. Die Nachfrage nach Arbeitskräften sei groß und davon, so heißt es aus der Bundesanstalt für Arbeit, profitierten auch die Älteren. Schön wäre das, wenn es wahr wäre. Ist es aber nicht, wie wir heraus gefunden haben.

http://www.swr.de

Quelle: www.destatis.de

Pressemitteilung

Nr. 340 vom 09.09.2008

Statistische Bundesamt

Neue Beschäftigungsformen prägen Arbeitsmarktentwicklung

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute im Rahmen eines Pressegesprächs in Frankfurt am Main mitteilte, hat die Zunahme neuer Beschäftigungsformen die Beschäftigungsentwicklung der vergangenen zehn Jahre in Deutschland maßgeblich geprägt. Zu diesen neuen oder häufig auch als atypisch bezeichneten Beschäftigungsformen gehören befristete oder geringfügige Beschäftigung, Teilzeitarbeit sowie Zeitarbeit. Während die Zahl der Erwerbstätigen in sogenannten Normalarbeits-verhältnissen von 1997 bis 2007 um 1,5 Millionen gesunken ist, stieg die Anzahl der Personen in neuen oder atypischen Beschäftigungsformen in diesem Zeitraum um 2,6 Millionen an. Insgesamt ergibt sich für alle abhängig Beschäftigten eine Zunahme um 1,1 Millionen.

Wie Wolfgang Strohm, Leiter der Abteilung „Gesamtrechnungen, Arbeitsmarkt“ des Statistischen Bundesamtes, weiter mitteilte, ist trotz dieser Entwicklung das Normalarbeitsverhältnis nach wie vor die dominierende Form abhängiger Beschäftigung. Knapp drei Viertel (22,5 Millionen) der 30,2 Millionen abhängig Beschäftigten im Alter von 15 bis 64 Jahren, die nicht in Bildung oder Ausbildung waren, befanden sich 2007 in einem Normalarbeitsverhältnis. Demgegenüber standen 7,7 Millionen Personen in neuen Beschäftigungsformen.

Weiterlesen

Quelle: www.sueddeutsche.de, 26.05.08

Von Nina Bovensiepen und Sibylle Haas

Geschönte Arbeitslosenzahlen

Seit Kohl wurde getrickst

Seit Jahrzehnten rechnen Politiker die Arbeitslosigkeit klein - mit beachtlichem Einfallsreichtum und immer neuen Förderprogrammen. Noch jede Regierung hat sich Tricks einfallen lassen, um die Statistik aufzubessern.

Mit jedem Tag fällt die Stimmung in der großen Koalition in Berlin gereizter aus. Und doch gibt es diese Woche einen Termin, auf den sich Olaf Scholz, der sozialdemokratische Minister für Arbeit und Soziales, freuen kann.

Am Donnerstag wird die Bundesagentur für Arbeit ihre Zahlen für den Mai vorlegen - Experten haben keinen Zweifel, dass die Daten auch diesmal günstig ausfallen werden. Sogar noch günstiger als zuletzt, als die Nürnberger Behörde 3.413.921 Erwerbslose vermeldete. Solche Termine gefallen Olaf Scholz, zu denen er über Erfolge am Arbeitsmarkt sprechen darf.

(...) Und da ist noch etwas, an das die Regierenden in Berlin nicht gern erinnert werden: In Wahrheit sind es nicht 3.413.921 Menschen, die derzeit eine Arbeit suchen, so wie es die amtliche Statistik scheinbar akribisch ausweist. Tatsächlich würden weitere gut 1,5 Millionen Männer und Frauen eine reguläre Beschäftigung ergreifen, wenn sie denn eine fänden. Sie finden aber keine, und trotzdem tauchen sie in der Arbeitslosenstatistik nicht auf.

Weiterlesen

Quelle: www.bundestag.de, 11.03.2008

Im Bundestag notiert:
 Arbeitslosenstatistik

Arbeit und Soziales

Kleine Anfrage

Berlin: (hib/COL) Einen Gesamtüberblick über Personen-gruppen, die nicht in Arbeit vermittelt werden konnten und aus der Arbeitslosenstatistik herausfallen, aber Leistungen beziehen, fordert die Fraktion der FDP. In ihrer Kleinen Anfrage (16/8131) erkundigt sie sich bei der Bundesregierung nach der Zahl jener älteren, erwerbsfähigen Arbeitslosen aus den Jahren 2006 und 2007. Die Liberalen wollen wissen, warum und seit wann diese Gruppen von der Statistik ausgenommen werden und wie diese ohne eine solche Bereinigung aussähe.

weiter

Quelle: www.bundestag.de, 26.03.2008

Antwort der Bundesregierung

Arbeit und Soziales/Antwort

Von den 2007 durchschnittlich 6,348 Millionen Beziehern von Arbeitslosengeld I (Alg I) und Arbeitslosengeld II (Alg II) sind laut Bundesregierung 3,135 Millionen (49 Prozent) nicht in der Arbeitslosenstatistik registriert...

hier weiterlesen

Antwort als PDF-Datei

download

31.07.2007

Pressemitteilung

Deutscher Landkreistag

Zahl der Hartz IV-Empfänger unverändert hoch

Landkreistag beunruhigt: Arbeitslosigkeit sagt bei Hartz IV wenig aus – soziale Problemlagen nehmen zu

„Die Zahl der Menschen, die von Hartz IV-Leistungen abhängig ist, hat einen absoluten Höchststand erreicht“, so Landrat Hans Jörg Duppré (Südwestpfalz) zu den Erfolgsmeldungen der letzten Woche zur Senkung der Langzeitarbeitslosigkeit und zu den aktuellen Arbeitslosenzahlen. Der Präsident des Deutschen Landkreistages (DLT) wies stattdessen auf die wachsenden sozialen Bedarfslagen hin: „Bei dem in den Medien vermittelten Bild besteht der Fehler darin, dass Hartz IV nur auf den Indikator der Arbeitslosigkeit verengt wird. Tatsächlich ist zu erwarten, dass die revidierten Daten zur Zahl der Hilfeemp-fänger im April dieses Jahres einen absoluten Höchststand mit gut 7,4 Mio. ausweisen werden.“ Beispielsweise fänden sich Maßnahmeteilnehmer mit mehr als 15 Wochenstunden (Ein-Euro-Jobber), Kranke oder Ausbildungsplatzsuchende nicht in der Arbeitslosenstatistik wieder, obwohl deren Lage oft nicht besser sei. Weiterlesen

Die Pressemitteilung als

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