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Nachrichten: |
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Arbeitslose: |
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Hartz
IV Bezieher: |
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Koalitionsvertrag |
| Das Manifest
der Hornissen |
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Ein Kommentar
von Thorsten Denkler, Berlin, 25.10.2009 |
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Einige nannten sie
verniedlichend Biene-Maja-Koalition. Das dürfte
jetzt vorbei sein. Der Koalitionsvertrag von
CDU, CSU und FDP zeigt: Wenn die neue Regierung
etwas voranbringen will, dann die
Entsolidarisierung der Gesellschaft. |
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Auf keinen Fall sei die neue Regierung eine
Koalition der sozialen Kälte. Auf gar keinen
Fall. Wenn Guido Westerwelle, Chef der
Liberalen, solche Sätze sagt, dann setzt er
einen derart treuherzigen Blick auf, dass man
ihm fast glauben möchte. |
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Aber zum Glück gibt es ja jetzt den
schwarz-gelben Koalitionsvertrag. Wer nach der
Lektüre dieses 124-Seiten-Werkes immer noch
verniedlichend von Biene-Maja-Koalition spricht,
der hat sich von Begrifflichkeiten wie
"Eigenverantwortung" und "selbst gestalten"
blenden lassen. Wenn schon ein Insekt herhalten
muss, um der neuen Koalition einen Namen zu
geben, dann müsste es die Hornisse sein. Die ist
nicht nett, die ist aggressiv. |
|
CDU, CSU und FDP werden in den kommenden Jahren
einen radikalen Kurswechsel vornehmen. Es geht
um die Entsolidarisierung der Gesellschaft.
Bisher gilt, wenn auch schon mit
Einschränkungen: Die Gemeinschaft hilft den
Schwachen. Wenn schwarz-gelb fertig ist wird
gelten: Jeder hilft sich selbst, dann ist an
alle gedacht. |
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SPD/NRW |
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Zimmermann/Kraft..... |
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Von
Walter Wasilewski,
http://www.scharf-links.de,
10.10.2009 |
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Orientierung auf den
Weg zum Wechsel in NRW….. mit dieser
Formulierung-lieber Wolfgang- erreichst du Frau
Kraft nicht. |
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Frau Kraft hat noch nicht erfasst was der Partei
passiert ist. Das war keine einfache
Wahlniederlage das war Prügel, Schläge ins
„Gesicht“. Wenn diese Frau das begreift, muss
sie erst einmal sagen was sie will, wo sie
steht, wofür sie steht- nicht allgemeine,
landläufige, Allerweltfloskeln. |
|
Wo steht die SPD wo steht die SPD/ NRW?
Demokratische soziale Politik kann in einem
Bündnis einer Koalition nur praktiziert werden,
wenn das gängige Sozial -sozialer wird und das
Recht wie Willy Brandt sagte: “Das Recht muss
gerechter werden“. Was will die SPD ? |
|
Sich ein Türchen offen lassen ob rot/schwarz
doch „nahrhafter“ ist-ist keine Voraussetzung
einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Die Linke
nicht gefragt. |
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Der Wähler muss wissen- auf Die Linke ist
Verlass-das sollte man nicht aufs Spiel setzen. |
|
Ich las vor wenigen Tagen, die gelbe Vereinigung
will für jeden Arztbesuch 8 Euro fordern……. |
|
Hierzu würde ich gern einige Zutreffende
Bemerkungen machen, aber ich mache es kurz- das
ist an Idiotie nicht zu überbieten. Ich dachte
immer die Parteien in Deutschland machen Politik
im Sinne unserer Verfassung. Haben wir jetzt
schon Anweisungen vom BDI? |
| Es sitzen ja
schon Vertreter der Wirtschaft in den
Ministerien. Der „Rechtsstatt lässt grüßen. |
| Walter
Wasilewski bei:
http://www.scharf-links.de |
|
Siehe dazu:
Orientierung auf den Wechsel in NRW geht anders -
09.10,2009 |
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Schwarz-Gelb hat gewonnen, weil Merkel fast
sozialdemokratisch wirkte |
| Die Zeit des
Konsens ist vorbei |
| Von Stefan
Reinecke,
http://www.taz.de,
27.09.2009 |
|
Schwarz-Gelb hat es
im dritten Anlauf geschafft. Warum diesmal,
warum ausgerechnet in der tiefsten Krise des
globalen Kapitalismus? Die erste Antwort ist:
Angela Merkel. Es ist ihr im Wahlkampf perfekt
gelungen, in Nebel zu hüllen, was sie will. |
|
Der Satz, dass Merkel die beste Kanzlerin war,
die die SPD je hatte, hat einen wahren Kern.
2005 galt sie als eine beseelte neoliberale
Propagandistin; als Kanzlerin der großen
Koalition hat sie sich, ohne mit der Wimper zu
zucken, in die präsidial handelnde
Konsenskanzlerin verwandelt. Die SPD hat in der
großen Koalition den Takt angegeben, Merkel
schwebte unverdächtig und unideologisch über
allem. So wurde sie unangreifbar. Die Warnung
vor Schwarz-Gelb, an die die SPD sich klammerte,
perlte an Merkel einfach ab. |
|
Die zweite Antwort lautet: die Krise der SPD.
Steinmeier hat nicht bloß eine Wahlniederlage
erlitten, die halt mal vorkommt. Dieses Ergebnis
ist kein kurzfristiger Schaden. Die SPD hat in
letzter Zeit noch nicht mal gravierende Fehler
gemacht, mit denen sie sich dieses Desaster
wenigstens erklären kann. |
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Die
Tafeln: |
| Ein
neofeudales Begleitinstrument der Hartz IV
Gesetze |
| Von Axel Mende,
http://www.scharf-links.de,
10.09.2009 |
|
„Wir sammeln
Lebensmittel und keinen Abfall“.So die empörte
Reaktion auf Kritik an den als Marke
eingetragenen Tafeln. Genauer betrachtet ist
diese Kritik wirklich unzureichend. Mehr als die
Sorge um das vermeintliche schlechte
Lebensmittel sollte die wirkliche Absicht der
Deutschland weiten Tafeln und deren
Organisatoren genauer betrachtet werden.
|
|
Denn die organisierte Nächstenliebe der
wohltätigen Tafeln kennt nur ein Ziel: Den
Wandel vom Sozialstaat zum Wohlfahrtsstaat zu
unterstützen. Einhergehend mit einer
Entdemokratisierung der einkommensschwachen
Bürger. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Hilfe
durch die Tafeln. |
|
Der Unternehmensberater McKinsey schaffte die
organisatorischen Vorgaben für dieses
„Gesellschaftliche Projekt der Nächstenliebe“
und die deutsche Wirtschaft half bereitwillig
nicht nur mit Sachspenden, wie Transporter und
Räumlichkeiten. Deutschland nähert sich seit
einigen Jahren der dritten Welt an und verwehrt
immer mehr Bürgern die würdevolle Teilhabe an
der Gesellschaft. |
|
Die Lebensmittelkonzerne und – unternehmen
„spenden“ die unverkäuflichen oder ihre
abgelaufenen Lebensmittel, ziehen diese
„Spenden“ dann von der Steuer ab, sparen sich
dadurch die teure Entsorgung. Das geschieht auf
dem Rücken der vom fairen Lohn einer anständigen
Erwerbsarbeit fern gehaltenen Menschen und der
Steuerzahler. |
|
Die Tafeln sind ein Armutszeugnis im wahrsten
Sinne des Wortes. Sie sind ein Zeichen der
Dekadenz und einer jahrelangen Lobbyarbeit der
deutschen Exportindustrie, der „Deutschland AG“.
Erwerbslose Menschen sind Kosten und Hindernisse
im globalen Wettbewerb in dem täglich
sozialversicherungspflichtige Arbeit abgebaut
wird. |
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Polarisierung und Linksverschiebung |
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CDU
verliert bei Wahlen in vier Bundesländern
|
| Rot-Rot-Grün
ist im Saarland und in Thüringen möglich.
|
| Von Edith
Bartelmus-Scholich,
http://www.scharf-links.de,
30.08.2009 |
|
Bei den
Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und im
Saarland sowie den Kommunalwahlen im
bevölkerungsreichsten Bundesland NRW haben die
Wählerinnen und Wähler vier Wochen vor der
Bundestagswahl der CDU herbe Verluste zugefügt.
Nur in Sachsen hielten sich die Verluste der
Union in Grenzen. Der schon seit Jahren
bestehende Trend zur Polarisierung im
politischen Spektrum ist ungebrochen und auf
seiner Grundlage hat diesmal mit Ausnahme der
Landtagswahl in Sachsen eine moderate
Linksverschiebung stattgefunden. Die Linkspartei
konnte da profitieren, wo sie die Hoffnung auf
ein neues linkes Projekt zu wecken wusste. Was
machbar schien, spiegelt die Wahlbeteiligung
wieder. |
|
Die Glückwünsche des Abends gehen an DIE
LINKE.Saar und an Oskar Lafontaine. Aus dem
Stand erreichte die Linkspartei im Saarland 21,3
% und zieht mit 11 Abgeordneten in den
saarländischen Landtag ein. Peter Müllers
regierende CDU verlor 13% und auch die
konturlose Oppositionspartei SPD büßte 6,3% ein.
Die FDP konnte zwar 4% zulegen und DIE GRÜNEN
blieben stabil, aber weder ein schwarz-gelbe
noch eine sogenannte Jamaika-Koalition unter
Einbeziehung der Grünen hat eine Mehrheit im
Landtag. Lafontaines LINKE verdankt ihren
Wahlsieg einer gelungenen Mobilisierung der
Nichtwähler. Die Wahlbeteiligung stieg im
Vergleich zu den Landtagswahlen 2004 um 12% von
55% auf 67%. Die Wählerinnen und Wähler haben
offensichtlich in einer Stimmabgabe die Chance
auf einen Regierungswechsel gesehen. Da die SPD
auch nach heftigen Verlusten immer noch ca. 3%
vor der Linkspartei ins Ziel gekommen ist, hat
sie nun die Gelegenheit Gespräche mit den GRÜNEN
und den LINKEN zur Bildung einer Regierung ohne
Lafontaine unter einem Ministerpräsidenten Maas
zu führen. Sie steht dabei sowohl unter hohem
Druck, was die Regierungsbildung, als auch, was
das Programm einer solchen Regierung betrifft.
DIE LINKE befindet sich in einer paradoxen
Situation. Sie hat Hoffnungen auf einen
Politikwechsel genährt und kann nun bestenfalls
einen Regierungswechsel mit kleinen politischen
Korrekturen an. Die Rechnung für diese Taktik
wird sie in 5 Jahren bezahlen müssen. ... |
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Konjunktur |
| Die große
W-Gefahr |
| Von Nikolaus
Piper,
http://www.sueddeutsche.de,
27.08.2009 |
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Weltuntergang
verschoben, doch der nächste Absturz kommt: Der
leichte Aufschwung trägt sich nicht selbst.
Möglich ist eine Rezession im nächsten Jahr.
|
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Die schwerste, aber auch kürzeste
Rezession der deutschen Nachkriegsgeschichte
ist zu Ende. Industrieproduktion und Aktienkurse
steigen, die Stimmung in den Unternehmen wird
besser. Auch die amerikanische Wirtschaft dürfte
im laufenden Quartal den Tiefpunkt erreicht
haben und danach wieder langsam wachsen. Der
Internationale Währungsfonds und andere
Institutionen setzen ihre Konjunkturschätzungen
herauf. Die Welt lässt die schlimmste
Wirtschafts- und Finanzkrise seit achtzig Jahren
hinter sich. Ist nun alles wieder gut? |
|
Es kommt auf den Standpunkt an. Durch
koordinierte und beispiellose Aktionen haben
Regierungen und Notenbanken auf der ganzen Welt
einen Zusammenbruch des Finanzsystems und die
Wiederholung der globalen Wirtschaftskrise aus
den 30er Jahren verhindert. Der Weltuntergang
wurde abgesagt- das ist Grund zur Freude und
sollte nicht so schnell vergessen werden. Das
bedeutet aber auch, dass all die guten
Nachrichten der vergangenen Tage ausschließlich
dieser Krisenpolitik zu danken sind. ... |
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Staatsdefizit |
| Das dicke
Ende kommt noch |
| Von Birgit
Marschall,
http://www.ftd.de,
25.08.2009 |
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Ein zweistelliger
Milliardenfehlbetrag in den öffentlichen
Haushalten - das wirkt angesichts der Beträge,
mit denen in der Krise jongliert wird, geradezu
harmlos. Doch die Halbjahresbilanz täuscht: Die
Folgen der Krise bekommt Deutschland noch mit
voller Härte zu spüren. |
|
Ein Staatsdefizit von 17,3 Mrd. Euro im ersten
Halbjahr 2009 - das ist mit Blick auf das
Gesamtjahr 2009 geradezu wenig. Bis zum
Jahresende rechnet der Finanzplanungsrat von
Bund und Ländern mit einem Minus in den
öffentlichen Kassen von 112,5 Mrd. Euro, allein
der Bund will seine Neuverschuldung um knapp 50
Mrd. Euro in die Höhe schrauben. |
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Zement auf
die 67 |
| Die Bundesbank
fordert die Rente mit 69 und stößt dabei ins altbekannte
demografische Horn. Wenn das so weitergeht, werden
Arbeiter kaum noch ihre Rente erleben |
| Von Ulrike Baureithel in
http://www.freitag.de
vom 21.07.2009 |
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Rente
mit 69 und die Anbindung des Renteneintrittsalters an
die Lebenserwartung – das ist der Wahlkampfbeitrag, den
die
Bundesbank in ihrem gerade veröffentlichten
Monatsbericht in die Arena wirft. Statt sich um ihr
Kerngeschäft zu kümmern und dafür zu sorgen, dass
seriöse investitionswillige Unternehmen an Kredite
kommen und luftigen Bankern künftig Handschellen
angelegt werden, streut sie soziales Gift unter die
Leute, damit auch niemand auf die Idee kommt, die Rente
mit 67 doch wieder rückgängig zu machen.
Juvenil-dümmliche Kommentatoren nehmen das gerne zum
Anlass, um bei dieser Gelegenheit gegen die
"überalterten Volksparteien" Front zu machen. |
|
In ihrer
Begründung stößt die Bundesbank ins altbekannte
demographische Horn und rechnet vor, dass die
altersabhängigen Staatsaufwendungen von heute 10,5
Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2060 um 2,5
Prozent steigen werden, die derzeitige demographische
Entwicklung und eine jährliche Zuwanderung von 0,25
Prozent vorausgesetzt. Das Verhältnis der Personen im
erwerbsfähigen Alter und der über 65-Jährigen verschöbe
sich dann immer weiter zu ungunsten der Beitragszahler. |
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Kommentar zur Bad Bank |
| Extrem teure
Gesetzeslücken |
|
Von Robert von Heusinger in
FR-online.de 01.07.2009 |
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Das
Gesetz zur Bad Bank ist das wichtigste und teuerste, das
der Bundestag in dieser Legislaturperiode verabschieden
muss. Es ist das wichtigste, weil von dem Gesetz
abhängt, ob die Banken wieder Kredite vergeben werden,
wenn sie von den Altlasten befreit sind.
|
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Verfehlt
das Gesetz seinen Zweck, stehen Deutschland in jeder
Hinsicht harte Jahre bevor: Massen-arbeitslosigkeit,
Deflation und eine horrende Staatsverschuldung à la
Japan. |
|
Sollte
das Gesetz dagegen fruchten, dürfte es zugleich das
teuerste werden. Sehr unwahrscheinlich nämlich, dass die
Banken die Verluste der auf die schlechten Banken
übertragenen Wertpapiere je zur Gänze aus eigener Kraft
tragen können. Und diese Verluste können sich auf
etliche Milliarden addieren. |
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Anmerkung von Volker Bahl zur Lissabon
Vertrag |
| Entscheidung des
Bundesverfassungsrichts: |
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http://www.nachdenkseiten.de,
06.07.2009 |
|
Bescheidenes deutsches Bundesverfassungsgericht:
Wir werden jetzt definitiv um eine positive soziale
Integration in Europa betrogen. Entgegen den großartigen
Jubelschreien in der Presse - allen voran von dem
Juristen Heribert Prantl in der SZ, der doch glatt von
einer
“Sternstunde für Europa” spricht unterwirft sich das
Bundesverfassungsgericht der
wirtschaftsdominierten-neoliberalen Auffassung des EuGH
und sieht hier selbst bei der Einschränkung der in Art.
9 GG gewährleisteten Tarifautonomie durch ein
weitgehendes Abwürgen des Streikrechtes kein Problem und
akzeptiert es schlicht und einfach. |
|
Oder wie
es Wolfgang Lieb in seiner Kritik des Urteils schreibt:
“Es ist im Hinblick auf das auch durch das
Bundesverfassungsgericht ausgeprägte (und zugleich
regulierte) Streikrecht in Deutschland höchst
bedenklich, wenn die Richter etwa diese Einschränkung
der Tarifautonomie durch den EuGH - ein zentrales
Element selbstbestimmter Sozialpolitik (!) - schlicht
als “unzutreffend” abtun (Zeile 393 ff.)” – (siehe
Wolfgang Lieb S. 4 und 5 = Link unten am Schluss auf der
NachDenkSeiten) |
|
Diese
Reduzierung des Streikrechtes - als dem wichtigen
Baustein für eine selbstbestimmte Sozialpolitik -auf
einen bloßen “Restbestand” wurde schon ausführlich von
den Wissenschaftlern des Max-Planck-Institutes für
Gesellschaftsforschung dargelegt. Diesen Prozess einer
permanenten Spirale nach unten in der sozialen Dimension
in Europa nannte Fritz Scharpf die
“negative Integration” weiter noch Martin Höpner u.a.
in “Die politische Ökonomie der europäischen
Integration”, S, 11 (!) und 23 ff. – sowie
www.boeckler.de/32014_94475.html. |
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| Thomas Fricke -
Germany's Flopmodel |
| von Thomas Fricke, www.ftd.de, 05.06.2009 |
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Die
Kritik am deutschen Exportmodell löst hierzulande tiefe
Existenzangst und panische Verteidigungsreflexe aus.
Dabei wäre es nicht schwer, von der Droge Export
loszukommen - und auch besser für das Land.
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Was Frau
Merkel der Welt mit schöner Regelmäßigkeit derzeit
verkündet, beginnt, pathologische Züge anzunehmen. Da
beklagt die Kanzlerin übermäßige Konsumgewohnheiten
anderer oder anglo-amerikanische Notenbanken, die unsere
Zentralbanker zu ungewöhnlichen Maßnahmen gegen eine
ungewöhnliche Krise drängen. Und da lobt sie wie
benommen das deutsche Modell. Von Selbstzweifeln keine
Spur. |
|
Dabei
stürzt die deutsche Wirtschaft in der aktuellen Krise
stärker ab als andere, kriseln deutsche Autofirmen
dramatischer und brauchen die Banken mehr Geld. Merkel
im Märchenland. Da hilft auch der Eifer jener wenig, die
hastig versuchen, die Kritik am deutschen Modell namens
"Wachstum durch Export" zu widerlegen. Dass ein Wechsel
dem Land guttäte und auch nicht so schwierig wäre, zeigt
das bessere Abschneiden von weniger exportbesessenen
Ländern wie (sogar) Frankreich. |
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Kommentar zum Arbeitsmarkt |
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| Die Stunde der
Wahrheit naht |
| Von Roland Bunzenthal, www.fr-online.de, 29.05.2009 |
|
Der
erneute starke Einbruch bei den Aufträgen im
Maschinenbau lässt zumindest für diesen Teil der
Wirtschaft nichts Gutes in naher Zukunft erwarten. Noch
halten die Arbeitgeber hier wie anderswo relativ still,
was in der Arbeitsmarkt-Alltagspraxis allerdings auch
heißt, dass im Laufe eines Monats rund 300.000
Beschäftigte ihren Job verlieren. In normalen Zeiten
wird dies durch mindestens ebenso viele Neueinstellungen
wieder ausgeglichen. |
|
Bislang
haben die auftragsarmen Arbeitgeber überwiegend
versucht, ihre Belegschaft "sozialverträglich" zu
verkleinern - soll heißen, auf dem Rücken der
Leiharbeiter, deren Zahl um ein Viertel gesunken ist,
und auf dem der Arbeitslosen, die sich immer schwerer
tun, Jobs zu finden. Dies trifft besonders für die
Langzeitarbeitslosen zu. |
|
Die
Stunde der Wahrheit in der Personalpolitik vieler Firmen
ist nicht mehr fern: Weiterhin per Kurzarbeit die
Stammkräfte halten oder mit verschlankter Belegschaft in
die Ferien gehen? Nächster Kündigungstermin ist der 30.
Juni zum Quartalsende. In den Nürnberger Juli-Zahlen
könnte sich das dramatisch niederschlagen. |
|
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|
| kein Grund zum
Feiern! |
|
www.grundrechtekomitee.de, 26.05.2009 |
| Die herkömmlichen
Formeln und Formen von Politik und Ökonomie sind
verbraucht |
|
Hat es
die Bundesrepublik Deutschland nach höllendüsterem
Ausgang von Nationalsozialismus und II. Weltkrieg nicht
weit gebracht? In diesem Mai feiert sie das
sechzigjährige Bestehen des Grundgesetzes und damit sich
selbst. Gefeiert wird von den Angehörigen der
"politischen Klasse" und den Vertretern der etablierten
Interessen, die sie vor allem vertritt. Wo aber bleiben
die Millionen, die in Suppenküchen karg speisen? Wo
diejenigen, die sich die Forderungen und die knappe
Förderung von Hartz-IV-Profilern untertänig gefallen
lassen müssen? Wo befinden sich diejenigen, die die
armierten Wohlstandsgrenzen trotz Not und Verfolgung
nicht passieren dürfen? Wo darben die Abgeschobenen? Wo
werden sie gefoltert? |
|
Über
diese "Verdammten der Erde" moderner Kapitalherrschaft
sprechen auch wir in dieser Erklärung nicht. Wir
skandalisieren den Zufriedenheitsglanz in den Augen
derer, die sich mit dem Verfassungsjubiläum selbst
feiern. Sie haben die Chance nicht genutzt, die ihnen
die weltpolitische und weltkapitalistische Lage nach
1949 bot, um radikal aus der deutschen Vergangenheit zu
lernen. "Nie wieder" hätte auf der Wand dieser Republik
stehen sollen: Nie wieder Kriege führen oder vorbeugend
dafür rüsten. Nie wieder den Beleidigten, Verfolgten,
von Armut erschlagenen Menschen Asyl verweigern. Nie
wieder einen Wohlstand erwirtschaften, der vor allem auf
Kosten der Eigentumslosen unten in der BRD und außerhalb
der BRD profitabel eingeheimst wird. Daraus ist nichts
geworden. Die politisch emanzipativen Interessen waren
viel zu schwach ausgebildet. Statt die materiellen
Voraussetzungen für eine wirkliche demokratische
Teilhabe, für Selbstbewusstsein und Handlungsvermögen
der Bevölkerung zu schaffen, wurde die liberale
Demokratie wie ein inhaltsleeres Muster übernommen. ... |
|
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Das
Elend der deutschen |
Quelle: Ein Zwischenruf von Volker Bahl, |
|
Gewerkschaften - und die TAZ: |
www.labournet.de, 18.05.2009 |
|
| Wenn aus der Wut
Widerstand wächst / Die Gewerkschaften an den Pranger ? |
|
Der
Streik in Frankreich und Deutschland: "Der Franzose hat
das Recht... und der Deutsche begeht eine "unerlaubte
Handlung".... Das Elend der deutschen Gewerkschaften -
und die TAZ: Wenn aus der Wut Widerstand wächst / Die
Gewerkschaften an den Pranger ? |
|
Wenn aus der Wut Widerstand wächst / Die deutschen
Gewerkschaften an den Pranger?
Diesen Aufmacher bei der TAZ vom 25./26. April 2009
nehme ich jetzt einfach zum Anlass, dazu einige
Bemerkungen zu machen, denn alles, was dazu so "schön"
geschrieben und geredet wird, strotzt vor Unkenntnis -
was darauf zurückzuführen ist, dass es "eine
transnational vergleichende Analyse - und damit auch
Perspektive - für die unterschiedlichen Bedingungen der
Gewerkschaften" und ihrer Arbeiter- und
Angestelltenschaft gerade auch im europäischen Rahmen
einfach nicht gibt - und das ganze Problem auf
eventuelle "kulturelle Unterschiede" zurückgeführt wird.
So meint, die sonst sehr kluge
Ulrike Hermann in einem Kommentar,
die Deutschen verhandeln eben lieber.... |
|
Ich
möchte ja nicht extrem unhöflich zu einer jungen Dame
sein, das ist aber absoluter Quatsch - außer man nimmt
mit Sanktionen bewährte Rechtsordnungen einfach so als "verinnerlicherten"
kulturellen Bestandteil der Deutschen. Und das ist
natürlich schwer veränderbar - nur wenn man den Zugang
findet zu den jeweiligen Rechtsordnungen, so tut sich
die Möglichkeit von alternativen Perspektiven doch eher
auf - oder? |
|
Christian Semler
als Alt-68-er geht da schon weniger "rücksichtsvoll" mit
den Arbeitnehmern um - speziell immer wieder im
Vergleich zu Frankreich - und meint, sie sollten doch
jetzt einfach anfangen, den zivilen Ungehorsam zu üben -
angesichts der Tatsache, dass so offensichtlich der
"Vertrag" für eine Existenzsicherung (für alle) von der
Politik und der Wirtschaft aufgekündigt wurde. |
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Weiterlesen |
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|
Interview mit Franz Josef Jung |
Quelle: www.fr-online.de, 12.05.2009 |
|
| "In Afghanistan ist
kein Krieg" |
| Interview: Steffen
Hebestreit und Thomas Kröter |
|
Der
deutsche Verteidigungsminister schickt 600 weitere
Soldaten nach Afghanistan. Im Gespräch mit der FR
erläutert er Missionen, Grundgesetzänderung und die
Ausrüstung der Bundeswehr. |
| Herr Minister, wann
erhält die deutsche Marine ihren ersten
Hubschrauberträger? |
|
Natürlich
müssen wir uns die Frage stellen, welche Ausrüstung die
Streitkräfte brauchen, um Aufträge wie das EU-Mandat "Atalanta"
noch besser erfüllen zu können. Ein deutscher
Hubschrauberträger ist aktuell nicht verfügbar. "Atalanta"
ist eine europäische Mission, deshalb werden wir das
Gespräch mit den EU-Partnern Frankreich, Großbritannien
und den Niederlanden suchen, die über solche Träger
verfügen, ob diese Schiffe gegebenenfalls zukünftig von
uns mitbenutzt werden können. |
| Muss das Mandat dafür
erweitert werden? |
| Nein, es lässt eine
solche Zusammenarbeit zu. |
|
Gleichwohl will Kanzlerin Angela Merkel das Grundgesetz
ändern, um gemeinsame Einsätze von GSG 9 und deutschen
Elitesoldaten zu erleichtern. |
|
Ich
unterstütze diese Forderung ausdrücklich. Wir brauchen
diese Klarstellung des Grundgesetzes, um unsere Bürger
wirksam zu schützen. Es darf meines Erachtens keine
Hindernisse für einen Einsatz der Bundeswehr im Inland
geben, um einer Terrorgefahr zu begegnen, die die
Fähigkeiten der Polizei übersteigt. Und bei
Auslandsmissionen müssen wir klarstellen, dass beide
Elitetruppen gemeinsam eingesetzt werden können, auch
wenn wir ohne Mandat von UN oder EU handeln. |
| Müssen sich die
Bürger sonst Sorgen machen? |
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Politik: Terrorverdacht - |
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|
Unabhängig von Verdachtsintensität |
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| Man versucht klare
Polizei- und Justizregeln zu ändern |
|
Beitrag von Karl Weiss,
http:www.berlinerumschau.com, 12.05.2009 |
|
Wie
schon vorher in Großbritannien, wurde jetzt auch in
Frankreich in einem Fall von Anfangsverdacht bzw. vagen
Hinweisen schweres Geschütz gegen den (die) Verdächtigen
eingesetzt. Man verwendet die Angst vor Terror, um die
bewährten Regeln der Kriminal- und Justizarbeit auf den
Kopf zu stellen und damit die Terrorhysterie zu schüren.
Hat man es einmal geschafft, die Bevölkerung hysterisch
in Terrorangst zu bringen, wird sie ohne Widerstand
illegale Methoden des Ausschaltens von Dissidenten
schlucken, ist die Idee. |
|
Ein
junger unbescholtener Mann in Abbeville in der Picardie
in Nordfrankreich erhielt von einem Kollegen, den er als
„entfernte Arbeitsbekanntschaft“ bezeichnet, eine SMS
mit dem Inhalt : „Hast du eine Idee, wie man einen Zug
zum Entgleisen bringt?“ Er dachte vermutlich an einen
dummen Scherz und nahm sich wohl vor, wenn er den
Bekannten bei nächster Gelegenheit trifft, ihm zu sagen,
dass der Scherz gar nicht lustig war. |
|
Doch kurz
darauf sah sich der junge Mann von der Polizei
festgenommen und abgeführt und ein Staatsanwalt klärte
ihn auf, er könne bis zu zehn Tage wegen Terrorverdacht
festgehalten werden. Die SMS war vom
Mobilfunkunternehmen der Polizei gemeldet worden und die
hatte nicht etwa den Absender, sondern den Empfänger zum
Ziel ihrer Aktion gemacht. Man warf ihm vor, er hätte
eine Nachricht mit einem solchen Inhalt der Polizei
melden müssen. Da er dies nicht tat, sei er des
Terrorismus verdächtig. |
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|
| Kein Fummeln am
Grundgesetz |
|
Von Ludwig Greven, ZEIT ONLINE, 11.05.2009 |
|
Um
Geiseln aus den Händen von Seeräubern zu befreien,
braucht es nicht die Bundeswehr und keine
Verfassungsänderung. |
|
Der Kampf
gegen die Piraten vor der Küste Afrikas ist ein
schwieriges Geschäft. Obwohl dort inzwischen Dutzende
Marineeinheiten aus allen möglichen Ländern im Einsatz
sind, bekommen sie das Problem nicht in den Griff. Die
Seeräuber weichen in dem riesigen Meeresgebiet immer
weiter aus und bringen ständig neue Frachter nebst deren
Besatzungen in ihre Gewalt. |
|
Wenn aber
eine Aufgabe kompliziert ist, greifen deutsche Politiker
gerne zu scheinbar leicht zu verstehenden
Grundsatzdebatten. Und so fordern Bundeskanzlerin Angela
Merkel und Innenminister Wolfgang Schäuble nun eine
Grundgesetzänderung, um künftig auch Spezialeinheiten
der Bundeswehr und der Marine gegen die Freibeuter
einsetzen zu können. Der Anlass dafür ist der in letzter
Minute abgeblasene Einsatz der GSG 9 zur Befreiung des
deutschen Frachters Hansa Stavanger. |
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|
| Unruhe ist
Bürgerpflicht |
|
Von Stephan Hebel,
http://www.fr-online.de,
01.05.2009 |
|
Hatten
Sie einen ruhigen Feiertag? Wir tippen mal: Ja. Ob Sie
im Biergarten waren, auf Radtour oder beim Demonstrieren
- der Hauch sozialer Unruhe(n) dürfte Sie höchstens aus
großer Ferne umweht haben (es sei denn, Sie kommen
gerade aus der Kreuzberger Nacht). Trotz Krise und
Grippe: Deutschland genießt und schweigt, noch. Unsere
politischen "Eliten" aber erregen sich. Sie warnen
entweder vor "sozialen Unruhen", oder sie warnen davor,
vor sozialen Unruhen zu warnen. An denjenigen Menschen,
die Grund zur Unruhe haben, warnen sie so oder so
vorbei. |
|
Ja, Grund
zur Unruhe haben viele. Die Finanzkrise, das wissen die
streitenden Politiker und Gewerkschafter und
Unternehmerfunktionäre, wird noch ankommen bei "den
Leuten". Die steigende Arbeitslosigkeit hat zumindest
die Kernbelegschaften bisher einigermaßen verschont -
das wird sich ändern. Dass die Altersvorsorge
großenteils von den Kapitalmärkten abhängt, weil
Rot-Grün nebst damaliger "Opposition" es so wollte, wird
sich mit Verspätung als Einbuße für den Einzelnen
zeigen. Dass Tarifabschlüsse, die das Realeinkommen
wenigstens minimal anheben, vorerst nicht durchzusetzen
sein werden, ist bisher zwar "nur" Prognose, allerdings
eine sehr begründete. Und ebenso wahrscheinlich ist es,
dass sich der Staat einen Teil des in die Banken
gepumpten Geldes irgendwann bei den Sozialleistungen
zurückholen wird, und nicht etwa mittels einer
gerechteren Steuerpolitik bei den Vermögenden. |
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Hilfen für Ökologie und Bildung sind nötig |
Quelle: Von Malte Kreutzfeldt |
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www.taz.de 23.04.2009 |
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| Unbeirrt in Richtung
Absturz |
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Die
Prognosen werden immer düsterer: Die Wirtschaftsweisen
erwarten für Deutschland ein Rekordminus von 6 Prozent.
Der IWF sagt Deutschland auch fürs nächste Jahr noch
eine Rezession voraus. Die Gewerkschaften rechnen mit
Massenentlassungen und sozialem Aufruhr. Nur die
Regierung bleibt gelassen: Bevor die bisher
beschlossenen Konjunkturpakete nicht in vollem Umfang
wirken, will sie über neue Maßnahmen zur Stützung der
einbrechenden Wirtschaftsleistung nicht mal nachdenken. |
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Das ist
schwer zu begreifen. Als im Januar das zweite
Konjunkturpaket beschlossen wurde, ging die Regierung
schließlich noch davon aus, die deutsche Wirtschaft
werde 2009 um 2,25 Prozent schrumpfen. Inzwischen ist
klar, dass das Problem fast dreimal so groß ist. Die
OECD schätzt die konjunkturelle Wirkung der bisherigen
deutschen Pakete für 2009 und 2010 auf jeweils 0,6
Prozent des Bruttoinlandsprodukts - weniger als halb so
viel wie in den USA. Schon heute ist klar: Dies wird
auch im besten Fall nicht reichen, um einer Schrumpfung
von 6 Prozent zu begegnen. |
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Steuerprogramme der Parteien |
Quelle: Von Alexander Hagelüken |
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www.sueddeutsche.de, 20.04.2009 |
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| Wer gewinnt, zahlt
drauf |
| SPD und Union
beginnen einen Wettlauf um Steuergeschenke - alles
ziemlich unseriös. |
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Dieses
Jahr bringt für die deutschen Volksparteien etwas Neues.
Erstmals seit Kriegsende müssen sie in einer desaströsen
Wirtschaftslage wahlkämpfen. Niemand vermag zu sagen,
wie schlimm die Folgen der Geldmarktkrise am Ende sein
werden. Das Finanzsystem wackelt, Hunderttausende
Deutsche könnten ihren Arbeitsplatz verlieren. Wie soll
eine Partei da für sich werben? Im Stakkato der
negativen Nachrichten sind SPD und Union nun müde
geworden, sich als seriöse Bekämpfer der Krise zu
präsentieren. Sie zünden jetzt Knaller für den
Wahlkampf, laut und bunt wie Silvester-Raketen - und
genauso dauerhaft. |
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Momentan
böllert die SPD am stärksten. Am Wochenende verständigte
sie sich auf ein Wahlprogramm, das jedem Beschäftigen
300 Euro verheißt, der das Finanzamt mit einer Erklärung
verschont. Noch mehr kostet der Vorschlag, den
Eingangssteuersatz zu senken. Solche Kracher schrecken
die Union auf, die sich als Monopolist für
Steuergeschenke versteht. |
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(...)
Die Deutschen haben aber nicht nur Antworten auf die
Globalisierung verdient. Sie sollten im Wahlkampf auch
etwas zur Umverteilung hören. Ja, in der Bundesrepublik
findet gerade eine massive Umverteilung von unten nach
oben statt. Banker und Aktionäre kassierten jahrelang
hohe Boni und Dividenden, doch die Schäden dieser
Finanzblase bezahlt die Allgemeinheit. Am Dienstag wird
die Bundesregierung die Umverteilung fortsetzen, wenn
sie ein Konzept zum Aufkauf fauler Bank-Papiere
präsentiert. |
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Erschreckend |
Quelle: Von Vera Gaserow, www.fr-online.de,
16.04.2009 |
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| Früh übt sich, wer
politischen Einfluss nehmen will. |
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Die
Wahlprogramme der meisten Parteien sind noch in Arbeit,
die Versprechen für die nächste Regierungsperiode
bekommen gerade ihren letzten Schliff, da setzen die
Arbeitgeber schon eine deutliche Duftmarke für die
Bundestagswahl. Mit einem Positions-Papier buchstabieren
sie unmissverständlich vor, wo ihre politischen
Präferenzen liegen: Weg mit dem Mindestlohn! Runter mit
dem Kündigungsschutz! Her mit der Gesundheitsprämie!
Voran mit der Privatisierung von Unternehmen wie der
Deutschen Bahn. |
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Etliches
davon wird sich demnächst eins zu eins in den
Wahlprogrammen von Union und FDP wiederfinden. Dass die
Arbeitgeber sich unverhohlen stark machen für eine
schwarz-gelbe Wunschkonstellation ist legitim und
keineswegs neu. |
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Degler denkt |
Quelle: Von Dieter Degler, www.sueddeutsche.de,
10.04.2009 |
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| Ackermanns Ängste |
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Mit
jeder Nachricht über Vorstandsboni wächst die gefühlte
Ungerechtigkeit. Drohen soziale Unruhen in Deutschland? |
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Vor
einiger Zeit habe ich an dieser Stelle meine
Verwunderung darüber erklärt, warum es angesichts des
immer tiefer werdenden sozialen Grabens in der
Gesellschaft und angesichts immer neuer Beweise für die
schier unersättliche Gier mancher Vorstände, vor allem
von Banken so ruhig in Talkshows, Parteizentralen und
auf den Straßen bleibt. |
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Seither
ist eine Menge geschehen - und die Furcht wächst, dieser
friedliche Zustand könne sich demnächst ändern. |
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Grund zum
Aufbegehren gäbe es ja genug: Von dem Kontrast zwischen
dem staatlichen Umgang mit Steuerhinterziehern wie Klaus
Zumwinkel und mit Bettlern, denen das Sozialamt
Göttingen den Hut-Inhalt von den Hartz-IV-Zahlungen
abzieht über Boni-Zahlungen aus Steuergeldern für
erfolglose Banker bis hin zu jenen vielen tausend Euro,
die der Staat in jüngster Zeit jedem Bürger für
Bürgschaften, Rettungsschirme, Prämien und andere
Krisenbewältigungsinstrumente aufgeschuldet hat. |
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Keine vertrauensbildende Medizin der G-20
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Quelle: Von Gerhard Schwarz |
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www.nzz.ch, 02.04.2009 |
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| Kommentar zu
Gipfelinszenierung und Gipfelresultaten |
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Die
Politiker verkünden stolz, das von ihnen geschnürte
Massnahmenpaket sei das grösste fiskalische und monetäre
Stimulierungs- und Stützungsprogramm der modernen
Geschichte. Als ob man darauf stolz sein müsste. Die
Bürger ahnen: Irgendwann wird all dies finanziert und
abgetragen werden müssen. |
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Aller
Augen waren in den letzten Tagen auf die Vorbereitung
des G-20-Gipfels in London gerichtet. Das ist bei
solchen Grossanlässen immer so. Es entwickelt sich eine
Eigendynamik, der man sich schwer entziehen kann. Vor
allem wird eine übertriebene Erwartungshaltung
aufgebaut, der die Hauptdarsteller des Theaters, die
Politiker, nie gerecht werden. Seit Jahrzehnten klafft
zwischen den vollmundigen Ankündigungen solcher Gipfel
und der Umsetzung ein breiter Graben. Natürlich entsteht
da und dort Vernünftiges, kaum jedoch Grosses. Die
Schlusserklärungen bestehen vor allem aus
Versprechungen, die schnell vergessen gehen, gegen die
unverfroren verstossen wird oder die bestenfalls
inhaltsleer sind. |
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Bundespräsident Horst Köhler |
Quelle: Von Peter Nowak, www.heise.de,
25.03.2009 |
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"Die
Menschheit sitzt in einem Boot" |
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Die
Berliner Rede von Bundespräsident Köhler umwirbt
Globalisierungskritiker, die auf dem Boden der sozialen
Marktwirtschaft stehen |
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Wenn
jemand seine Rede mit dem Eingeständnis eines
persönlichen Scheiterns beginnt, hat er in der Regel
schon die Sympathie seiner Zuhörer auf seiner Seite.
Daher war es eine geschickte Einleitung, die
Bundespräsident Horst Köhler für den Beginn seiner
Berliner Rede wählte. Zumal im Kontext der Rede
deutlich wurde, dass Köhler deutlich machen wollte,
schon im September 2000 als Direktor des Internationalen
Währungsfonds für eine Regulierung der Märkte
eingetreten zu sein. |
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Das
Bekenntnis des Scheiterns an den Strukturen verhindert,
dass Köhler als jemand angesehen wird, der es immer
schon besser wusste. Diese Passage wirft allerdings dann
die Frage auf, warum der Präsident seine Forderung nach
der Regulierung von Märkten in seiner bisherigen
Amtszeit nicht deutlicher vermittelt hat. In seinen
ersten Reden hatte er für einen Umbau des Sozialstaates
im wirtschaftsliberalen Sinne geworben und war deshalb
bei Gewerkschaften und Sozialdemokraten in der Kritik
geraten. |
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oder
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Weltwasserforum |
Quelle: www.fr-online.de, 15.03.2009 |
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| Experten warnen vor
Wasserkrise |
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Istanbul. Experten haben vor dem an diesem Montag
beginnenden 5. Weltwasserforum in Istanbul mehr Einsatz
gegen Verschwendung und Missmanagement gefordert. "Wir
steuern direkt auf eine globale Wasserkrise zu", warnte
Martin Geiger von der Umweltstiftung WWF Deutschland. |
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Die
Folgen würden nach WWF-Einschätzung auch Deutsche
treffen: Es drohen Landflucht, Kollaps der
Landwirtschaft am Mittelmeer und ein Ende des Tourismus
in beliebten Urlaubsregionen. |
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(...)
"Die Bezeichnung Weltwasserforum ist irreführend.
Richtiger wäre Wasserausbeutungsforum, denn es geht hier
fast ausschließlich um die Frage, wie man Wasser zu Geld
machen kann. Auf die Menschen, Natur und Kulturgüter
wird da kaum Rücksicht genommen", sagte dazu Ulrich
Eichelmann, ein Sprecher der internationalen Kampagne
gegen den Bau des im Südosten der Türkei geplanten
Ilisu-Staudamms. |
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Die von Schäuble geplante Vieleinlader- |
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Datei ist verfassungswidrig |
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Quelle: Von
Christian Rath |
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www.taz.de,
23.02.2009 |
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| Politik des
Misstrauens |
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Nehmen
wir an, ein deutscher Schleuser will ausländische Frauen
nach Deutschland holen, damit sie hier als Kellnerin
oder Prostituierte arbeiten. Dazu lädt er zwei "Nichten"
aus Nigeria ein, dann zwei "Nichten" aus Ghana und
schließlich zwei "Nichten" aus Liberia. Keine der
deutschen Botschaften in den jeweiligen Ländern würde
Verdacht schöpfen - sofern es nicht eine zentrale Datei
gibt, die das inflationäre Einfliegen von Nichten
schonungslos aufdeckt. |
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Eine
solche Datei will die Bundesregierung nun schaffen. Dort
soll jeder "Vieleinlader" registriert werden, damit die
Botschaften entsprechende Visumsanträge besonders
gründlich prüfen. Um festzustellen, wer überhaupt ein
Vieleinlader ist, müssen die Einladungen gezählt werden.
Deshalb wird schon ab der ersten Einladung gespeichert. |
|
Die ganze
Idee ist offensichtlich verfassungswidrig. Wer als
Vorsitzender des Gesangsvereins den Chor aus der
ukrainischen Partnerstadt einlädt, macht sich damit
nicht verdächtig und muss nicht gespeichert werden. Der
Staat will hier Daten sammeln, nur um Anzeichen für
einen Verdacht zu suchen. Das nennt man gemeinhin
Überwachungsstaat. |
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Deutschland in der Rezession |
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Quelle: von
Ulrich Schäfer, |
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www.sueddeutsche.de, 13.02.2009 |
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| Globalisierung
schlägt zurück |
| Die Deutschen sind
seit Jahren Exportweltmeister - in der Krise bekommen
sie dies bitter zu spüren. |
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Lange
waren die Deutschen stolz auf diesen Titel: Weltmeister!
Nicht im Fußball, sondern bei den Exporten. Nicht ein
Mal, sondern sechs Mal hintereinander. Seit 2003 liefern
deutsche Unternehmen mehr Waren und Dienstleistungen in
alle Welt als irgendwer sonst. Chinesen, Amerikaner,
Franzosen, Briten: Sie alle spielen vorne mit - aber
oben auf dem Siegerpodest stand bislang die
Bundesrepublik. Die Exportzahlen dienten lange als Beleg
dafür, dass keine andere Wirtschaftsnation derart von
der Globalisierung profitiert wie die Deutschen. |
|
Nun aber
schlägt die Globalisierung zurück. In der größten
Wirtschaftskrise seit acht Jahrzehnten wendet sich der
große Vorteil der deutschen Unternehmen, ihre starke
Stellung auf den internationalen Märkten, in einen
Nachteil für das ganze Land. Denn der weltweite Handel
mit Waren bricht seit November in einem geradezu
atemberaubendem Tempo ein, 2009 wird der Welthandel
erstmals seit Jahrzehnten schrumpfen. |
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Ackermann hat nichts gelernt |
Quelle: Von Robert von Heusinger, |
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www.fr-online.de, 05.02.2009 |
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Nach
einem miesen Jahr spricht der Chef der Deutschen Bank
schon wieder über die Renditen der Gier-Ära. Er setzt
offenbar darauf, dass der Kapitalmarkt kaum reguliert
wird. |
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Ziehen
wir kurz den Hut. Chapeau, Josef Ackermann! Die Deutsche
Bank ist eine der ganz wenigen global tätigen
Investmentbanken, die das gruselige Jahr 2008 ohne
Staatshilfe gemeistert hat. Dagegen verblasst der erste
Verlust seit Neugründung des Instituts 1957 genauso wie
die horrenden neun Milliarden Euro, die der Eigenhandel
der Bank verzockt hat. So was muss man sich leisten
können! |
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Sollte
die Finanzkrise nicht noch schlimmer werden, was eine
offene Wette ist, schaut auch der Kapitalbedarf der Bank
für 2009 überschaubar aus. Rechtzeitig hat sich die Bank
in den vergangenen zwei Jahren mit Fremd- und
Eigenkapital am Markt versorgt. Gut möglich, dass das
Horrorszenario dem deutschen Steuerzahler erspart
bleibt. Denn eine Bank zu retten, deren Bilanzsumme mit
2,2 Billionen Euro fast so groß ist wie das gesamte
Brutto-Inlandsprodukt des Landes, ist wahrlich kein
Spaß. |
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Denunziant Müntefering |
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Quelle: von
bmautor am 26.01.2009 |
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www.deutschland-debatte.de |
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Man mag
zu der Partei DIE LINKEN stehen, wie man will: was sich
die SPD erlaubt, ist schmutzigster Wahlkampf a la USA.
“Die Linke vertritt eine nationale soziale Politik”,
schreibt der SPIEGEL und rückt DIE LINKEN verbal in
den braunen Sumpf. Erzielt werden soll mit diesem
geschickten Wortspiel, dass die deutschen Bürger DIE
LINKEN emotional Widerwillen gegen diese Partei
aufbauen, einen Widerwillen, der so tief sitzt, dass
diese Partei emotional als unwählbar angesehen wird.
Es findet sich zwar im SPIEGEL, dass Müntefering
“nur” erläutern wollte, warum er gegen eine
Zusammenarbeit mit DIE LINKEN sei, überzeugen kann diese
Begründung den vernünftig denkenden Bürger nicht! |
|
Der
SPIEGEL schreibt ” ‘Ökonomisch ignorant’ und Verfechter
einer ‘nationalen sozialen Politik’: Mit ungewöhnlich
scharfen Worten hat SPD-Chef Müntefering sein Nein zu
einer rot-roten Zusammenarbeit auf Bundesebene
bekräftigt. In den Ländern ist das etwas anderes”. |
| Man
sollte sich einmal vor Augen führen, wer dieser
Müntefering ist: |
| ‘Ökonomisch
ignorant’ |
-
Millionen Menschen arbeitslos wurden
- eine
neoliberale an Unternehmerinteressen
gebundene menschenverachtende
Politik gefahren wurde
- das
Gefälle zwischen arm und reich immer
weiter auseinander klaffte: die
Umverteilung von unten nach oben
wurde staatlich gestützt
- der
deutsche Mittelstand fast
vollständig aufgezehrt wurde
-
Rentner in einer unsozialen
Konfrontationsstrategie ständig
zunehmend in die Nähe der
Grundsicherung getrieben wurden (
Einkommen der Rentner siehe unten)
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Die
Regierung lehnt eine staatliche |
Quelle: Von Nicola Liebert, |
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"Bad
Bank" zu Recht ab |
www.taz.de, 23.01.2009 |
|
| Müll bitte selber
runterbringen |
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Wäre der
US-Immobilienmarkt nicht implodiert, dann wäre ja
vielleicht alles gutgegangen. Dann hätten die Banken mit
ihren irrwitzig komplexen Wertpapieren sagenhafte
Renditen eingefahren, und ihre Anteilseigner hätten sich
an hohen Dividenden und steigenden Aktienkursen erfreut.
Es kam aber anders. |
|
Jetzt
sitzen die Banken auf wertlosen Wertpapieren, die ihnen
Megaverluste bescheren und die sie dringend loswerden
wollen. Am liebsten an den Staat, der den Schrott in
einer eigenen "Bad Bank" sammeln soll. Der Staat aber
wehrt sich dagegen - und zwar zu recht. Denn das Muster
klingt allzu bekannt: Gewinne bleiben privat, die
Verluste werden sozialisiert. Damit soll nicht dem
Nichtstun das Wort geredet werden. |
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Programm für wahrhaft Bedürftige |
Quelle: www.fr-online.de, 15.01.2009 |
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Das
Konjunkturprogramm der Regierung ist ein Polster für die
Privilegierten. Fünf Politik-wissenschaftler entwerfen
in einem Gastbeitrag für die FR ein soziales Programm
für die tatsächlich Bedürftigen. |
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Am 12.
Januar hat das Kabinett ein zweites Konjunkturprogramm
beschlossen. 50 Milliarden Euro werden zugunsten von
Wirtschaft und Erwerbstätigen eher verschleudert. Sie
sollen kaufen, konsumieren, investieren - konzeptlos.
Das Programm wird deshalb fast ohne Wirkung bleiben. Es
bietet allenfalls Streicheleinheiten für die besser
Gestellten. Dadurch werden nur ihre Privilegien
gepolstert, aber kaum ein Arbeitsplatz dadurch
geschaffen. |
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Die
Bundesregierung und ihre vorstellungslosen Parteien
zeigen ohne Mitgefühl für Bürgerinnen und Bürger in Not
ihr wahres Gesicht. Unterwürfig gegenüber den
Weltmarktmächten und ihren Interessen-vertretern sind
sie nur zu Scheinhandlungen und Diskriminierungen in der
Lage. Selbst als Wärmflasche der Konjunktur taugen die
teuren, aber mangelhaft gezielten Ausgaben nicht. Die
Kosten werden auf diejenigen abgewälzt, die nicht davon
profitieren. |
Weiterlesen
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Kommentare |
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2009 |
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Frankfurter Rundschau |
|
Von
Dietmar Ostermann, |
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19.03.2009 |
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Kommentar zu
AIG |
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Boni für die
Bombenleger |
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AIG - die
drei Buchstaben wird man sich merken müssen. Bislang
steht der Name des US-Versicherungsriesen für all das,
was zur globalen Finanzkrise geführt hat: wilde
Spekulationen in unregulierten Märkten, abenteuerliche
Risiken mit komplizierten Derivaten. |
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Unglaubliche 2,7 Billionen Dollar dieser "giftigen"
Papiere hatte AIG nach eigenen Angaben in den Bilanzen.
(...) Ginge AIG pleite, würden weltweit
Großbanken in den Abgrund gerissen - ein GAU, den
Washington nicht zulassen kann. |
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von Heribert Prantl,
sueddeutsche.de, 25.02.2009 |
|
Urteil gegen Kassiererin |
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Justiz und
kleine Leute |
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Ein
Gericht hat die Kündigung einer Supermarktkassiererin
wegen Pfandbons im Wert von 1,30 Euro bestätigt - ein
maßloses Urteil. |
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Es ist
ein altes Vorurteil, dass die Justiz die Kleinen hängt
und die Großen laufen lässt. Es ist auch ein altes
Vorurteil, das die kleinen Leute weniger Recht kriegen. |
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(...)
Leider gibt es Urteile, die diese Vorurteile bestätigen.
Soeben kann man wieder eines dieser
Vorurteils-Bestätigungs Urteile besichtigen: Eine
Berliner Supermarktkassiererin ist nach 31 Jahren
fristlos gekündigt worden, weil sie Pfandbons im Wert
von 1,30 Euro unterschlagen haben soll. Das
Landesarbeits-gericht hat die Kündigung bestätigt. |
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nach oben
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