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Weltwirtschaft
Finanzkrise kostet mehr als 10 Billionen

(1 Billionen = 1000 Milliarden - 1 Milliarde = 1000 Millionen)

dpa, http://www.fr-online.de, 29.08.2009

Hamburg. Die Finanzkrise wird die Weltwirtschaft bis Ende dieses Jahres nach Schätzungen der Commerzbank über 10 Billionen Dollar kosten. "Wir haben uns in der Finanzkrise zwar an hohe Summen gewöhnt, aber dieser Betrag ist einfach unglaublich", sagte Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Bank.

Seine Experten kommen bei ihren Berechnungen auf eine Summe von 10.500 Milliarden Dollar (7300 Milliarden Euro). Je Erdenbewohner belaufen sich die Kosten damit auf etwas mehr als 1500 Dollar.

Rund 1600 Milliarden Dollar Verlust entstanden danach bei Banken durch Abschreibungen und Pleiten. Die Wertverluste an Wohnimmobilien in den USA und Großbritannien, die besonders von der Immobilienkrise heimgesucht wurden, wurden mit insgesamt 4650 Milliarden veranschlagt. ...

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Pressemitteilung des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung vom 25.08.2009:

Großdemonstration gegen Überwachung

am 12. September 2009 in Berlin

Aufrufende: Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung - Demonstrationsbündnis "Freiheit statt Angst"

Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler rufen bundesweit zur Teilnahme an der Demonstration gegen die ausufernde Überwachung durch Wirtschaft und Staat auf. Am Samstag, den 12. September 2009, werden wir unter dem Motto "Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn!" auf die Straße gehen. Treffpunkt ist 15:00 Uhr am Potsdamer Platz in Berlin. Die Demonstration ist Teil des internationalen Aktionstages "Freedom Not Fear", zu dem u.a. in London, Amsterdam, Helsinki, Sofia und Stockholm Proteste gegen die  Überwachung von Bürgerinnen und Bürgern stattfinden.[1]

Erst vor wenigen Wochen musste sich die Deutsche Bahn zu einem weiteren Datenskandal bekennen. Mit der Sammlung von hochsensiblen Gesundheitsdaten hatte der Konzern erneut die Privatsphäre und Grundrechte ihrer Beschäftigten verletzt. "Arbeitgeber nutzen die neuen Technologien, um zu erfahren wo sich ihre Mitarbeiter aufhalten, mit wem sie reden, mit wem sie telefonieren, mit wem sie sich austauschen. Sie speichern Daten über die Ursachen von Krankheiten ihrer Beschäftigten, von denen sie eigentlich nichts wissen dürfen", sagt Annette Mühlberg von ver.di und fügt hinzu: "Die Bespitzelung und allgemeine verdachtslose Überwachung von Bürgerinnen und Bürgern muss ein Ende haben!"

Die Demonstration am 12. September richtet sich auch gegen die Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikationsverbindungen. Seit Anfang 2008 ist nachvollziehbar wer mit wem in den letzten sechs Monaten per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung gestanden oder das Internet genutzt hat. "Die verdachtsunabhängige Generalüberwachung befördert das Misstrauen zwischen Regierung und Bevölkerung. Die moralische Legitimität der Regierung leidet darunter", erklärt Armin Schmid vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung.

Auch der anhaltende Protest gegen das Gesetz über Internetsperren soll im Rahmen der Demonstration am 12. September um 15:00 Uhr am Potsdamer Platz fortgeführt werden. Das Gesetz wurde im Juni beschlossen und soll noch in dieser Wahlperiode in Kraft treten.

Bereits über 120 Organisationen und Gruppen aus unterschiedlichen Spektren unterstützen den Aufruf zur Demonstration "Freiheit statt Angst".[2] Unter ihnen finden sich unter anderen der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, der Arbeitskreis Zensur, die Humanistische Union e.V., das Bündnis für Politik und Meinungsfreiheit, das Netzwerk Neue Medien, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V., der FoeBuD e.V., der Chaos Computer Club, die Freie Ärzteschaft, Attac, ver.di, der DGB, die Verkehrsgewerkschaft GDBA, der Lesben- und Schwulenverband Deutschland e.V., die Katholischen Jungen Gemeinde, die Piratenpartei, DIE LINKE, die FDP und Bündnis 90/Die Grünen.

Die Demonstration unter dem Motto "Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn!" muss nun schon zum dritten Mal stattfinden. Im vergangenen Jahr brachten mehrere zehntausend Menschen ihren Protest gegen die zunehmende Überwachung zum Ausdruck.[3] Doch weiterhin scheint Widerstand unabdingbar. Die bisherigen Reaktionen der Regierung und der Unternehmer können jedenfalls nicht beschwichtigen.

Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.freiheitstattangst.de . Bis zum 12. September berichtet ein wöchentlicher Video-Podcast über das Demonstrationsbündnis Freiheit statt Angst und die Demo-Vorbereitungen.[4]

Die Demo wird vollständig von Spendengeldern finanziert:
Spendenkonto: Humanistische Union,
Kontonummer: 30 74 250,
Bankleitzahl: 100 205 00
Bank für Sozialwirtschaft,
Verwendungszweck: "Demo Freiheit statt Angst"
Fußnoten:
[1] www.freedom-not-fear.eu
[2] Unterstützerliste siehe www.freiheitstattangst.de
[3] http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/267/79/lang,de/
[4] http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/327/1/lang,de/

Diese Pressemitteilung im Internet:
http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/329/79/

Über uns:
Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat) ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Bürgerrechtlern, Datenschützern und Internet-Nutzern in über 50 Ortsgruppen, die sich für den Schutz unserer Freiheitsrechte in Zeiten ausufernder Überwachung einsetzen. Der Arbeitskreis hat die mit über 34.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern größte Verfassungsbeschwerde der Bundesrepublik initiiert.
http://www.vorratsdatenspeicherung.de

Mögliche Insolvenz
Berlin droht Blamage bei Opel
Von Timo Pache (Berlin), Steffen Klusmann (Hamburg), Ralph Atkins (Frankfurt) und Bernard Simon (Toronto), http://www.ftd.de, 24.08.2009

General Motors lässt die Bundesregierung auflaufen: Nach Informationen der Financial Times hat der GM-Verwaltungsrat beschlossen, Alternativen zum Verkauf der Tochter zu prüfen - bis hin zu den Folgen einer Insolvenz.

(...) Wenige Wochen vor der Bundestagswahl droht der deutschen Politik damit eine Blamage. Seit Monaten arbeitet die Große Koalition an einer Übernahme der deutschen Traditionsmarke durch einen Investor. Dabei haben sich Bund und Länder eindeutig auf die Seite von Magna und der Sberbank geschlagen.

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Das entmündigte Volk
Von Hans-Ulrich Jörges, http://www.stern.de, 31.07.2009

Das Vertrauen ins demokratische Ideal ist zur Restgröße verkümmert. Nur noch fünf Prozent der Deutschen glauben, sie könnten die Politik durch Wahlen in starkem Maße mitbestimmen. 38 Prozent halten das gar nicht für möglich. 57 Prozent, ergab eine Forsa- Erhebung für den stern, sind der Meinung, durch Wahlen könne man wenigstens etwas mitbestimmen. Völlig desillusioniert sind Arbeiter. Dass sie die Politik durch Wahlen maßgeblich beeinflussen könnten, meinen null Prozent. Null!

Das ist der Offenbarungseid der repräsentativen Demokratie nach 60 Jahren Republik und Grundgesetz. Mitten im "Superwahljahr". Drei Viertel der Deutschen sind überzeugt, so die bestürzende Erhebung, dass die Politik auf die Interessen des Volkes keine Rücksicht nimmt.

Das speist sich aus prägenden Erfahrungen mit der gewucherten Parteienherrschaft - wie jener, dass die Union vor der Wahl 2005 eine Mehrwertsteuererhöhung um zwei Punkte annoncierte, die SPD dies vehement ablehnte - und man sich am Ende auf drei Prozent einigte. Logik der Politik: 2 + 0 = 3. Fürs Kalkül der Parteien war das ein Fliegenschiss in der Geschichte, für Wähler unvergesslich.

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Lobbyisten regieren mit

  .

Verfassungsrichterin warnt vor Einfluss
von Steffen Judzikowski und Hans Koberstein, http://frontal21.zdf.de, vom 11.08.2009

Die Einflussnahme von Lobbyisten auf die Gesetzgebung in Deutschland ist nach Meinung der Richterin am Bundesverfassungsgericht, Christine Hohmann-Dennhardt, in der derzeitigen Form nicht akzeptabel. Wenn in Ministerien Interessenvertreter an Gesetzen mitarbeiteten, fehle es an der erforderlichen Unabhängigkeit und Transparenz, warnte die Richterin gegenüber Frontal21.

"Das halte ich schon für problematisch, denn man kann nicht Diener zweier Herren sein", sagt Hohmann-Dennhardt. Trotzdem hat es in den vergangenen Jahren immer mehr solcher Seitenwechsel gegeben. Der Verein LobbyControl hat in den letzten Jahren 300 Fälle aufgespürt, in denen Lobbyisten in Ministerien beschäftigt waren.

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MEDIZIN: Der Stoff aus dem Ei
Das richtige Mittel gegen die Schweinegrippe ist noch nicht entwickelt / Kritiker sehen keinen Bedarf
Von Gerald Dietz, http://www.maerkischeallgemeine.de, 20.08.2009

POTSDAM - Wolfgang Becker-Brüser nimmt kein Blatt vor den Mund. „Das ist nichts anderes als ein Großversuch an der deutschen Bevölkerung“, sagt der Arzt und Herausgeber des pharmakritischen „Arznei-Telegramms“ zu den geplanten Impfungen gegen Schweinegrippe. Becker-Brüser sorgt sich um Nebenwirkungen der Impfstoffe, die getestet werden. Die Checks der Seren reichen seiner Ansicht nach nicht aus.

Becker-Brüser steht mit seiner Kritik nicht allein. Auch andere Mediziner warnen vor Gefahren der Massenimpfungen. Der Bremer Pharmakologe Peter Schönhöfer hat ebenso Bedenken. „Da die Schweinegrippe bisher so milde verläuft, muss man die Risiken einer Impfung mit den Folgen eines Verzichts gegeneinander abwägen“, so der Ex-Direktor des Instituts für Klinische Pharmakologie am Zentralkrankenhaus Bremen. Bei einer so milden Erkrankung, wie sie sich bei den Verläufen der Schweinegrippe zeige, sehe er „kein medizinisches Erfordernis für eine Impfung“.

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Die Jahrhundertpleite
1. Akt: Ein Münchner Bankhaus dreht am großen Rad
Von Jens Berger, http://www.heise.de, 17.08.2009
Dieser Artikel ist der erste Teil einer dreiteiligen Telepolis-Serie zum Finale des
Untersuchungsausschusses zur Hypo Real Estate.
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Die Jahrhundertpleite
2. Akt: Eine systemrelevante Bank kollabiert
Von Jens Berger, http://www.heise.de, 18.08.2009
Dieser Artikel ist der zweite Teil einer dreiteiligen Telepolis-Serie
zum Finale des Untersuchungsausschusses zur Hypo Real Estate.
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Die Jahrhundertpleite
3. Akt: Der Staat kapituliert vor den Banken
Von Jens Berger, http://www.heise.de, 19.08.2009
Dieser Artikel ist der letzte Teil einer dreiteiligen Telepolis-Serie
zum Finale des Untersuchungsausschusses zur Hypo Real Estate.
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Die Deutsche Post AG
Post macht Sommerpause
Von Daniel Behruzi, http://www.jungewelt.de, 19.08.2009

Die Deutsche Post AG hat einen neuen Trick zur Steigerung ihrer Profite präsentiert: In den Sommermonaten, in denen das durchschnittliche Briefaufkommen auf 80 Prozent der sonst üblichen Menge sinkt, wird einfach seltener verteilt und zugestellt.

Dies hat das Unternehmen am Dienstag eingeräumt, nachdem sich die Beschwerden gehäuft hatten. Auch sonst ist der privatisierte Konzern nicht zimperlich: Um die Personalkosten zu reduzieren, sollen die rund 190000 Beschäftigten länger arbeiten und weniger verdienen. Zudem plant die Post die Schließung der letzten 500 von ihr selbst betriebenen Filialen.

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Trotz Kritik
Kanzlei Linklaters berät zu Guttenberg erneut
http://www.rp-online.de, 19.08.2009

Berlin (RPO). Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat offenbar wieder die Anwaltskanzlei Linklaters mit Arbeiten aus seinem Ministerium beauftragt. Nach einer Meldung des "Handelsblatts" lautet der Auftrag dieses Mal nicht, einen Gesetzentwurf zu erarbeiten, sondern ein Gesetz umzusetzen.

Es gehe um die geplante "Nationale Akkreditierungsstelle". Unter dem Dach dieses "Deutschland-Tüvs" sollen künftig alle Zertifizierungstellen des Bundes, der Länder und der Wirtschaft vereint werden, die Gütesiegel für Produkte vergeben.

Linklaters soll laut "Handelsblatt" die entsprechenden Verträge erarbeiten. Nach einer EU-Verordnung muss Deutschland die Behörde bis Anfang 2010 aufbauen. "Die Einbeziehung sowohl der Kanzlei als auch der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bei der Errichtung einer GmbH und dem Entwurf eines entsprechenden Gesellschaftsvertrages ist aufgrund der komplexen Sach- und Rechtslage nicht nur geboten, es wäre aus Sicht des Ministeriums fahrlässig, dies nicht zu tun", sagte ein Ministeriumssprecher dem Blatt. "So müssen nach den europäischen Vorgaben diverse Stellen des Bundes, der Länder sowie etliche private Stellen zusammengeführt werden."

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IAB:
Kurzarbeit kostet Betriebe rund 5 Milliarden Euro – Wie viel kostet sie die Arbeitnehmer?
Artikel von Wolfgang Lieb in den Nachdenkseiten vom 18. August 2009

„Der millionenfache Einsatz von Kurzarbeit belastet die Betriebe nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern in diesem Jahr voraussichtlich mit rund fünf Milliarden Euro“ Diese Schagzeile. über eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung [PDF - 1.3 MB] ging gestern den ganzen Tag durch die Nachrichten. Wunderbar, so großmütig und so arbeitnehmer-freundlich sind unsere Betriebe, sollte uns damit wohl verkündet werden.

Leider schaffte es die Tatsache, dass die über 1,1 Millionen Kurzarbeiter rd. 3 Milliarden Euro von ihrem Lohn opfern müssen, nicht in die Schlagzeilen. Und nur ganz nebenbei wird vermerkt, dass die Bundesagentur in diesem Jahr mit Kosten für die Kurzarbeit samt „Lohnnebenkosten“-Erstattung gleichfalls in Höhe von rund 6 Milliarden Euro rechnet. An diesen Kosten zahlen die Arbeitnehmer durch ihren Anteil an den Arbeitsversicherungsbeiträgen gleichfalls die Hälfte mit.Was aber die Schlagzeile noch mehr relativiert, ist die Aussage in der Studie, dass die „Remanenzkosten“ der Betriebe für die Kurzarbeit bezogen auf die gesamtwirtschaftliche Bruttolohn- und Gehaltssumme 0,4 bis 0,6 Prozent ausmachen. Wolfgang Lieb

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Alpenland droht Ordnungsgeld bis 10.000 Euro
http://www.stimme.de, 17.08.2009

Öhringen - In der gerichtlichen Auseinandersetzung über die Zulassung des Gewerkschaftssekretärs Anton-Eugen Schmid zur Betriebsversammlung im Haus der Betreuung und Pflege in Öhringen hat sich die Gewerkschaft Verdi durchgesetzt. Das Arbeitsgericht Heilbronn entschied, dass die Alpenland Pflege- und Altenheim Betriebsgesellschaft verpflichtet sei, den Zugang des Sekretärs Anton-Eugen Schmid als Verdi-Vertreter zu gestatten.

Der Alpenland-Betriebsgesellschaft wird in der Gerichtsentscheidung außerdem ein Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 10.000 Euro angedroht, sollte Anton-Eugen Schmid der Zutritt verweigert werden.

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Es ist ein Grundrecht, frei kommunizieren zu können
Von Reto Knobel, http://www.tagesanzeiger.ch, 17.08.2009

Überall auf der Welt rufen Politiker nach Regulierung und Zensur im Internet. Sind die Grenzen der Meinungsfreiheit erreicht? Harvard-Professor Urs Gasser warnt vor einer «Politik mit dem Vorschlaghammer».

In Deutschland wird derzeit heftig über die Grenzen der Meinungsfreiheit im Internet debattiert. So fordert Familienministerin Ursula von der Leyen etwa die Sperrung von Internetseiten, der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft fordert 2000 so genannte Cyber-Cops, welche im Netz auf Streife gehen. Und weil westliche Webkonzerne nicht auf das grosse Geld verzichten wollen, kooperieren sie mit Ländern wie China, Iran und Nordkorea, um die vorwiegend westlichen Inhalte aus dem Netz zu filtern.

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Autoabsatz
Düstere Aussichten für 2010

Hamburg. Dem deutschen Automarkt steht im kommenden Jahr nach Experten-Einschätzung ein noch schlimmerer Absturz als bisher erwartet bevor.

http://www.fr-online.de, 16.08.2009

2010 dürfte eine Million weniger Autos als in diesem Jahr verkauft werden, ergab eine Studie des CAR-Centers von Ferdinand Dudenhöffer an der Uni Duisburg-Essen und der Unternehmensberatung Struktur Management Partner. In Deutschland würden damit nur noch 2,7 Millionen Autos verkauft. Im Vergleich zum Jahr 2008 wäre das ein Rückgang von über zwölf Prozent.

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Der gefährliche Himmel über Deutschland
Über den Umweg Europa droht nun die Privatisierung der deutschen Flugsicherung
Von Jens Berger, http://www.heise.de, 16.08.2009
Um die Verwaltung der Flugsicherung über deutschem Hoheitsgebiet in ein europäisches Rahmenkonzept einzubinden und sie zu teilprivatisieren, haben Bundestag und Bundesrat kurz vor der Sommerpause eilends zwei Gesetzentwürfe und eine Änderung des Grundgesetzes verabschiedet.
Artikel: herunterladen
Das Gesetz, das ausländischen Flugsicherungsorganisationen die Arbeit in deutschem Hoheitsgebiet gestattet, wird nun von Bundespräsident Köhler gründlich geprüft. Einen früheren Gesetzesentwurf zur Privatisierung der deutschen Flugsicherung wies er wegen verfassungsrechtlicher Bedenken bereits vor zwei Jahren ab. Wenn Köhler diesmal das Gesetzespaket unterschreibt, wird sich das Bundes-verfassungsgericht der Sache annehmen müssen. Politiker aus Baden-Württemberg weigern sich beharrlich, einen Teil des süddeutschen Luftraums durch das skandalträchtige Schweizer Unternehmen Skyguide überwachen zu lassen. Doch dies ist nur der Anfang – ab 2012 soll es einen einheitlichen Luftraum für Zentraleuropa geben und dann wäre auch Skyguide mit im Boot.
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Begleitgesetz zum Vertrag von Lissabon:
Grundgesetz soll auf dem Altar der Machtpolitik geopfert werden!
Von Jürgen Wagner, http://www.scharf-links.de, 16.08.2009

Am 30. Juni hat das Bundesverfassungsgericht (BVG) das Begleitgesetz zum Vertrag von Lissabon für verfassungswidrig erklärt. Die zentrale Botschaft des Urteils: Einsätze der Bundeswehr müssen auch künftig vom Deutschen Bundestag genehmigt werden. Dieser Parlamentsvorbehalt gilt auch für EU-Missionen, alles andere verstößt gegen die Verfassung, so das BVG. Damit dürfte aber das in Protokoll 10 des Lissabon-Vertrags verankerte Ziel, künftig EU-Truppen innerhalb von fünf bis 30 Tagen in Kriegseinsätze schicken zu können, an diesem Parlamentsvorbehalt scheitern – zumindest was eine direkte deutsche Beteiligung anbelangt.

Aus diesem Grund laufen derzeit zahlreiche Politiker Amok, sehen sie hierdurch doch Deutschlands Einflussmöglichkeiten in der Europäischen Union gefährdet: "'Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem Urteil zum Lissabon-Vertrag mehr Unklarheit als Klarheit geschaffen.' Ausdrücklich warnte [Jürgen Rüttgers] davor, dass eine zu große Bindung der Regierung den Einfluss des größten EU-Staates schwächen könnte", so das Handelsblatt (10.08.2009). Eine solche "Einschränkung" deutscher Machtambitionen will man sich auf keinen Fall gefallen lassen. Ein rotes Tuch ist deshalb die CSU-Forderung, die Bundesregierung mit der anstehenden Neufassung des Begleitgesetzes bei Verhandlungen in Brüssel gegebenenfalls an Stellungnahmen des Bundestages zu binden. Auch Juristen wie der ehemalige Bundesverfassungsrichter Dieter Grimm sparen hier nicht mit Kritik: "Alles, was einem imperativen Mandat nahe käme, würde Deutschlands Gewicht auf europäischer Ebene schwächen", so Grimm gegenüber dem Tagesspiegel (07.08.2009).

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Ausgesperrt
Streik in Nervenklinik Bad Salzuflen dauert an
Von Peter Nowak, http://www.neues-deutschland.de, 15.08.2009

Der Arbeitskampf von 42 Pflegekräften in der Lippischen Nervenklinik Dr. Spernau in der ostwestfälischen Stadt Bad Salzuflen sorgt auch bundesweit für Aufsehen.

»Schmeißt den Spernau raus«, skandiert die Gruppe. Viele haben Streikwesten an. Sie sind Beschäftigte der Lippischen Nervenklinik. Am 30. Juli hat Klinikgeschäftsführer Alexander Spernau sie ausgesperrt. Er reagierte damit auf einen Streik, den 42 von 110 Klinikbeschäftigten am 30. April begonnen hatten, um den Abschluss eines Tarifvertrages durchzusetzen. Spernau lehnt einen solchen strikt ab. Der ehemalige Investmentbanker erklärte im Lokalradio, die Klinik sei ein wirtschaftliches Unternehmen. Medizin ohne Wirtschaftlichkeit sei nicht zukunftsfähig.

(...) Für den 22. August ruft ver.di vor der Klinik zu einer Solidaritätskundgebung auf.
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"Kapitalismus am Ende? Attac: Analysen und Alternativen"
Kongress-Dokumentation mit Beiträgen namhafter Autoren erschienen
Pressemitteilung, Attac Deutschland, Frankfurt am Main, 13. August 2009

Robert Brenner / Daniela Dahn / Friedhelm Hengsbach / Saskia Sassen u.a.: Kapitalismus am Ende? Attac: Analysen und Alternativen, 240 Seiten, EUR 14.80, ISBN 978-3-89965-350-2, Hamburg: VSA 2009

"Kapitalismus am Ende?" lautete das Motto des Attac-Kongresses, zu dem Anang März 2500 Menschen - 1000 mehr als von den Veranstaltern erwartet - in Berlin zusammenkamen, um die systemischen Ursachen der aktuellen Krise zu analysieren und Alternativen zu diskutieren. Die frisch erschienene Kongress-Dokumentation "Kapitalismus am Ende? Attac: Analysen und Alternativen" bietet nun die Möglichkeit, die zentralen Debatten des dreitägigen Kongresses (noch einmal) nachzuvollziehen. Auf 240 Seiten versammelt das Buch zahlreiche Beiträge namhafter Referentinnen und Referenten - darunter Saskia Sassen, Robert Brenner, Frank Bsirske, Heiner Flassbeck, Daniela Dahn, Heiner Geißler, Frigga Haug, Friedhelm Hengsbach, Christa Wichterich, Jörg Huffschmid, Erika Feyerabend und Michael Krätke.

Die Gesamtschau der Beiträge verdeutlicht, wie vielfältig und kontrovers innerhalb der sozialen Bewegungen die Frage nach Alternativen zum gegenwärtigen Wirtschaftssystem diskutiert wird. Unterhalb der Frage, ob ein Ende des Kapitalismus möglich und - wenn ja - überhaupt wünschenswert wäre, zeigt sich indessen ein starker Grundkonsens, der auch in der Abschluss-Erklärung des Kongresses seinen Niederschlag gefunden hat. Dort heißt es: "Unabhängig davon, ob und in welchem Umfang Marktwirtschaft sinnvoll oder notwendig ist: Konsens ist, dass Märkte und Kapital demokratisch reguliert, begrenzt und kontrolliert werden müssen. Klar ist auch: Bildung, Gesundheit, Altersvorsorge, Mobilität, Energiesicherheit und andere öffentliche Güter sind keine Waren. Sie müssen nach sozialen und ökologischen Maßstäben bewirtschaftet werden."

Das Buch kann für 14,80 Euro (plus Versand) im Attac-Webshop bestellt werden: http://shop.attac.de/

Rezensionsexemplare sind unter Angabe des Mediums erhältlich bei Maren Schlierkamp, VSA-Verlag, maren.schlierkamp@vsa-verlag.de, Tel. (040) 2809 5277-10

Weitere Informationen im Internet:
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe:
http://www.vsa-verlag.de/books.php?kat=ap&isbn=978-3-89965-350-2

Attac-Seite zum Kapitalismuskongress:
http://www.attac.de/aktuell/kapitalismuskongress/
Stiehlt sich der Staat aus seiner Verantwortung?
Die zunehmende Privatisierung des Strafvollzugs
Eine Sendung von Matthias Martin Becker, im Deutschlandfunk, 12.08.2009

Was vor allem in angelsächsischen Ländern gang und gäbe ist, steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen: der privatisierte Strafvollzug. Befürworter argumentieren mit möglichen Einsparungen - Kritiker sehen die Erledigung öffentlicher Aufgaben der öffentlichen Kontrolle entzogen.

"Hallo, hallo! Überall können Sie noch die Farbe riechen, Servus!"

Anstaltsdirektor Hans-Peter Wurdak macht eine Führung durch sein neues Gefängnis im baden-württembergischen Offenburg. Noch werden Möbel angeliefert, Elektriker legen Kabel. Die Zellen werden nach und nach mit Gefangenen belegt. Bis zu 500 Inhaftierte können auf diesem Gelände in vier mehrstöckigen, rechteckigen Gebäuden untergebracht werden.

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Inland

August

2009

Archiv

Monitor

Deutsche Bank und Allianz:

Gewinne auf Kosten der Steuerzahler?

Sendung vom 13.08.2009

Bericht von:

 Kim Otto, Markus Schmidt

Georg Restle: "Von den Gewinnern der Gesundheits-reform zu den Gewinnern der Wirtschaftskrise. Die Konjunk-turdaten, die heute veröffentlicht wurden, nähren bei manchen ja schon wieder leise Zukunftshoffnungen. Vor allem zwei deutsche Großunter-nehmen haben zurzeit aber so richtig Grund zur Freude: Die Deutsche Bank und die Allianz machen schon wieder Milliardengewinne, so, als ob es nie eine Krise gegeben hätte. Dabei sind es ja gerade auch diese beiden Unternehmen, die von den Steuermilliarden für die Pleitebank HRE erheblich profitiert haben. Kim Otto. Markus Schmitt und Katja Garmasch zeigen Ihnen, wie aus den Mitverursachern der Krise ihre größten Profiteure wurden. Und wer in einer der langen Nächte der Entscheidungen eigentlich das Sagen hatte."

Sendung:

anschauen

Wahlkampf 2009

Merkel vs. Steinmeier:

Die Nachrichtenlage

Carta lanciert ein eigenes kleines Aggregations-Tool zum Bundestagswahlkampf: MerkelvsSteinmeier.de.

Hier kann man die Nachrichtenlage zu den beiden Kanzlerkandidaten in Echtzeit verfolgen. Und noch ein bisschen mehr.

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Hartz IV:

GEZ und Telekom

Befreiung von der Rundfunk-gebührenpflicht - Bezieher von

Arbeitslosengeld II

erleichtert

"Ab Juli 2009 wird die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit jedem Arbeitslosengeld II (ALG II) Bewilligungsbescheid automatisch eine Bescheinigung zur Vorlage bei der GEZ übersenden." Presse Info vom 17.06.2009

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