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Berliner Verfassungsrichter stärken Position von Privatisierungsgegnern
Attac startet bundesweite Kampagne gegen Public Private Partnership
Pressemitteilung, Attac Deutschland, Berlin / Frankfurt am Main, 6. Oktober 2009

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac begrüßt das heutige Urteil des Berliner Verfassungsgerichtshofes, demzufolge das vom Berliner Wassertisch initiierte Volksbegehren zur Offenlegung der Geheimverträge für die Berliner Wasserwirtschaft zulässig ist. "Dieses Urteil dürfte auch bundesweit bahnbrechend sein", stellte Dorothea Härlin von Attac Berlin fest. "Der Richterspruch stärkt nicht nur die Rolle von Volksbegehren, sondern enthält auch Ansatzpunkte, die unsere Forderung nach einer Offenlegung der Verträge inhaltlich stützen." So hat der Verfassungsgerichtshof in seiner Begründung festgestellt, dass "die Wasserversorgung und die Abwasserbeseitigung seit jeher Bestandteile zentraler staatlicher Daseinsvorsorge" sind. Auch bei Beteiligung privater Dritter dürften die Rechtsgeschäfte daher "nicht dem öffentlichen Recht entzogen" werden.

Der Berliner Wassertisch, 2006 von Attac Berlin gegründet und mittlerweile ein breites Bündnis aus Einzelpersonen und Organisationen, engagiert sich für eine Rekommunalisierung der teilprivatisierten Berliner Wasserbetriebe und will die geheim gehaltenen Verträge zwischen den privaten Investoren und der Stadt vor Gericht auf Sittenwidrigkeit überprüfen lassen. "Dafür müssen aber die Verträge offen gelegt werden, deshalb unser Volksbegehren", sagte Claus Kittsteiner, ebenfalls aktiv bei Attac Berlin.

Attac wird sich in den kommenden Monaten mit einer bundesweiten Kampagne verstärkt gegen die zunehmende Privatisierung öffentlicher Daseinsvorsorge durch so genannte Public Private Partnerships (PPP) engagieren. Ein erstes bundesweites Vernetzungstreffen fand am Wochenende statt. Dorothea Härlin: "Das Berliner Urteil ist ein gutes Zeichen. Denn Geheimverträge sind generell ein Schlüsselinstrument beim Ausverkauf des öffentlichen Eigentums."

Im Internet:
Urteil des Berliner Verfassungsgerichtshofes im Wortlaut:
http://www.berlin.de/sen/justiz/gerichte/lverfgh/entscheidungen.html
Pressemitteilung des Berliner Wassertischs zum Urteil des Berliner Verfassungsgerichtshofes:
https://www.attac.de/fileadmin/user_upload/bundesebene/Pressegruppe/PM Berliner Wassertisch.pdf
China -  Privatisierung und Widerstand
Wasserprivatisierung alternativlos?
20.05.2009, bei LabourNet Germany

Es sind keineswegs nur Abertausende staatlicher Produktionsbetriebe, die in China in den beiden letzten Jahrzehnten privatisiert wurden. Ganz im Stile des Kapitalismus weltweit, wird auch die Versorgung menschlicher Grundbedürfnisse dem privaten Profitstreben unterworfen. Und so, wie es beispielsweise auch Privatschulen gibt, so ist auch etwa die Wasserversorgung vielerorts privatisiert worden. Vor dem Hintergrund von Wassermangel im Norden des Landes und der existenziellen Verschmutzung der Flüsse im Süden wird dies in der Regel als alternativlos dargestellt. Wenn überhaupt Alternativen in den Medien behandelt werden, dann zumeist beschränkt auf die Fragestellung, ob die Versorgung mit Wasser nicht in die Hände einheimischer Privatunternehmen gelegt werden sollte - denn die grossen Akteure sind normalerweise dieselben, wie in vielen anderen Ländern auch - Veolia beispielsweise bekam mehrere Verträge, deren Zustandekommen immerhin Gegenstand der einen oder anderen Nachfrage waren. Das sind einige der Befunde, die in dem (englischen) Arbeitspapier "Reform of the Urban Water Supply in Southern China - Water Privatization in China" (pdf-Datei) dokumentiert werden, das der Globalization Monitor Ende März 2009 veröffentlichte: Herunterladen (pdf)

http://www.globalmon.org.hk/en/
Hinweis:

Die deutsche Übersetzung einer Studie von Ge Yun und Hu Yujiao ist unter dem Titel "Wasser auf Abwegen. Die Privatisierung der Wasserversorgung in China auf dem Prüfstand" bei unserem Arbeitswelten Projektpartner Asienhaus in Essen erschienen (84 Seiten). Die Broschüre ist zum Preis von 7,50 Euro (plus Versandkosten) u.a. zu beziehen über vertrieb@asienhaus.de In der Ankündigung heißt es: "Wer kontrolliert die Trinkwasserversorgung? Diese Frage stellt sich auch in China. Die vorliegende Studie stellt dar, wie dieser Bereich öffentlicher Dienstleistungen immer stärker unter die Kontrolle chinesischer und internationaler Unternehmen gerät. Sie beschreibt, welche Folgen sich aus dieser Politik der chinesischen Regierung für die Bevölkerung ergeben. Schließlich werden in der Studie Vorschläge für einen Kurswechsel entwickelt. Dabei wird deutlich, wie eng Wasserprivatisierung und gesellschaftliche Partizipation an politischen Entscheidungsprozessen miteinander verknüpft sind. Die Studie wurde von der chinesischen Nichtregierungsorganisation "Xinjiang Conservation Fund" erstellt und gibt von daher einen Einblick in die Diskussion innerhalb der chinesischen Zivilgesellschaft."

Trailer: Wasser unterm Hammer

Water makes money

Internationaler Aufruf zur Unterstützung des Filmprojekts

Vor 10 -15 Jahren erhob sich eine Welle der Privatisierung unserer Wasserversorgung und wälzt sich seither durch die ganze Welt. Die nachhaltigen Folgen -  u.a. von sauberem Wasser abgeschnittene Armenviertel und trockene Wasserhähne in London, der Metropole des Finanzkapitals - sind mittlerweile weithin bekannt. U.a. auch dank unseres vielbeachteten, in 8 Sprachen übersetzten Films „Wasser unterm Hammer".

Warum ein neuer „Wasserfilm"

Seit „New Labour", Blair und Schröder - seit viele die Folgen der Privatisierungen am eigenen Leib verspüren, ist es aber unschicklich geworden, von Privatisierung zu sprechen. Seither klopfen Heere von Beraterfirmen bei finanziell klammen Kommunen an und versprechen neue Geschäftsmodelle: PublicPrivatePartnership, Crossborder leasing, Franchising und vieles dergleichen mehr. „Nein, wir privatisieren ja gar nicht", tönen diese Herrn. „Wir betreiben ja nur Euer Abwasser (und/oder Trinkwasser) für 30, 60 oder 90 Jahre. Die Anlagen bleiben in Kommunalbesitz. Und die 2000 Seiten Verträge in englisch dazu, die brauchen Sie gar nicht zu lesen, die verstehen Sie ja sowieso nicht. Nein!" Und in Wahrheit kommt es ja nicht mal auf das Betreiben an. Das kann ein schönes Zubrot sein, ja! Wichtig ist allein das Kapital, das mittels Krediten die Infrastruktur „generiert". Daraus schnüren Banken strukturierte Finanzpapiere, die dann 1000fach verpackt durch die virtuelle Finanzwelt geistern und stets neu Rendite generieren. Aber nur unter einer Bedingung, und die ist klein gedruckt, geheim und „strafbewehrt": Bei all diesen „Lösungen" haftet die Kommune für jede Art von Minderung und Ausfall der Rendite!

weiterlesen

http://www.wasseruntermhammer.de/site/film/inhalt.html

Globale Versorgungskonzerne greifen nach dem Wasser

Es winken sprudelnde Gewinne. Eine Studie aus dem weed. Beitrag von Uwe Hoering

Im Folgenden dokumentieren wir eine im Februar 2002 in der "jungen welt" vorgestellte Kurzfassung einer Studie über die Politik der globalen Wasserversorgungskonzerne. Autor der Kurzfassung und der Studie ist Uwe Hoering. Bibliografische Angaben und Bestelladresse finden sich am Fuß des Artikels.

Öffentlich oder privat?

»Think big« ist der Wahlspruch von AquaMundo. Das kaum zwei Jahre alte Unternehmen mit Sitz in Mannheim hat den Weltmarkt im Visier. Dazu haben sich drei Schwergewichte aus verschiedenen Branchen zusammengetan: Bilfinger&Berger, ein weltweit operierendes Bauunternehmen, die deutsche Tochter des schwedisch-schweizerischen Technologiekonzerns ABB und die Mannheimer MVV Energie AG, ein städtisches, aber börsennotiertes »Unternehmen mit Profitgedanken«. Vorbild dieser selbsternannten »Deutschen Wasserallianz« sind die marktbeherrschenden französischen Mischkonzerne Suez und Vivendi, deren »Wassertöchter« Ondeo beziehungsweise Générale des Eaux einen Anteil am globalen Wassermarkt von über 20 Prozent haben.

Mit einiger Verspätung haben deutsche Unternehmen das »Erdöl des 21. Jahrhunderts« entdeckt: Der Energie- und Chemieriese RWE kaufte im September 2000 für 14 Milliarden DM die Nummer 3 auf dem Markt, den britischen Wasserversorger Thames Water, die Berlinwasser International (BWI), seit 1999 eine Tochter von RWE und Vivendi, expandiert vor allem nach Osteuropa. Die Transformationsländer und Asien versprechen das größte Wachstum. Die Nachfrage nach der knapper werdenden Ressource steigt rasch, neue Kläranlagen, die Erschließung neuer Wasserreserven oder die Rehabilitierung maroder Versorgungssysteme erfordern Milliardeninvestitionen und versprechen enorme Gewinne.

www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Globalisierung/wasser.html

Die Geldquelle - Das Milliardengeschäft mit dem Wasser

Die Geldquelle
Das Milliardengeschäft mit dem Wasser
Dokumentation
Autor: Von Tilman Achtnich

In immer mehr Ländern wird die staatliche Wasserversorgung privatisiert. Die privaten Anbieter versprechen sauberes, billiges Wasser und neue Anschlüsse. Meist können sie diese Versprechen aber nicht halten: die Preise explodieren und die Qualität sinkt. Der Widerstand gegen den Ausverkauf des Wassers wächst. Die Privatisierungsgegner fordern: Trinkwasser muss in öffentlicher Kontrolle bleiben. Schließlich ist Wasser Lebensgrundlage und nicht fürs Börsenmonopoly geeignet. Internationale Großkonzerne sehen das anders: Flaschenwasser ist ein Boomprodukt. In den Schwellenländern, wo die Wasserversorgung den Menschen kein trinkbares Wasser liefert, sind die Flaschenwasser eine Überlebensfrage. Und in den westlichen Ländern verspricht Flaschenwasser Jugend und Fitness. Statt billiges Wasser aus dem Hahn trinken die Deutschen mehr als 120 Liter Flaschenwasser pro Jahr - und bezahlen gerne das Hundertfache dafür. Die Dokumentation beleuchtet das Wassergeschäft und fragt nach den Akteuren, den Interessen und den Folgen für die Kunden.

Die Dokumentation bei YouTube anschauen:
Die Geldquelle: Teil 1/5
Die Geldquelle: Teil 2/5
Die Geldquelle: Teil 3/5
Die Geldquelle: Teil 4/5
Die Geldquelle: Teil 5/5
 

Links:

www.unser-wasser-hamburg.de
Hamburger Bürgerinitiative gegen die Privatisierung der Hamburger Wasserwerke
www.weed-online.org
Kritische Stimme in der nationalen und internationalen Nord-Süd- Wirtschaft und Ökologie-Politik.
www.wasser-in-buergerhand.de
Städtenetzwerk gegen die Privatisierung Öffentlichen Eigentums

http://www.wasseruntermhammer.de/site/links/links.html                                                        Überall, wo Gemeinden Gefahr laufen, ihre Stadt- bzw. Wasserwerke zu privatisieren, wird von Privatisierungsgegnern mit „Wasser unterm Hammer" Aufklärung betrieben.

 
International:
Europäisches Netzwerk für öffentliche Wasserversorgung

 

 
 
 
 

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Wasser

LabourNet Germany

Privatisierung und Widerstand

Strom, Wasser, Gas

Akzeptiert man die Privatisierung des Wassers, akzeptiert man die Vermarktung des Lebens”, so zitiert LabourNet Riccardo Petrella und präsentiert eine Schwerpunkt-seite unter dem Titel “Privatisierung und Widerstand: Strom, Wasser, Gas”. Das schöne an dem Feature: Die Auseinander-setzung um die gesellschaft-liche Form der Bereitstellung dieser Güter wird nicht als ein Ringen um die bestmögliche Umsetzung eines gemeinsamen Interesses dargestellt. Vielmehr liefert die Seite einen Blick auf verschiedene soziale Kämpfe und die dort aufeinander-prallenden verschiedenen Klasseninteressen und Aktionsformen.

http://www.labournet.de

16.03.2009

Türkei

Weltwasserforum

Istanbul:

26 Festnahmen am ersten Tag

Das heute in Istanbul beginnende Weltwasserforum ist noch nicht wirklich eröffnet, da hat es schon seinen nächsten Eklat: Während der Eröffnungszeremonie am heutigen Vormittag wurden bereits zahlreiche friedlich Protestierende festgenommen. weiter

Stoppt den Ausverkauf der Erde!

Türkei will Gewässer privatisieren!

Protest gegen die Privatisierung von Flüssen und Seen in der Türkei.

Die Attac-Kampagne

Suko/Türkeiwasser organisiert deutsch-türkischen Protest gegen den Verkauf von Flüssen und Seen in der Türkei - auch vor den Toren des Weltwasserforums, 16.-22.März in Istanbul!" Die Kampagnen-seite von und bei attac

http://www.attac-netzwerk.de/wasser

Ein Offener Brief an

 Bundeskanzlerin Merkel!

Offener Brief

NachDenkSeiten

26.03.2009

Das Weltwasserforum

keine Einigung auf

ein Menschenrecht

auf Wasser

Nur etwa drei Prozent der globalen Wassermenge bestehen aus Süßwasser. Drei Viertel davon sind in Gletschern und im Polareis gespeichert. Obwohl zwei Drittel der Erdoberfläche von Wasser bedeckt sind, ist es ein knappes Gut und der Zugang zur knappen Ressource ist begrenzt. Etwa 800 Millionen Menschen haben keinen Zugang zur Trinkwasserversorgung und 2,5 Milliarden Menschen haben lt. aktueller Pressemeldung des Bundesministeriums für wirt-schaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung keine ange-messene Sanitärversorgung.

Das ist katastrophal, denn fehlender Zugang zu sauberem Wasser und mangelnde Sanitärversorgung sind die häufigsten Ursachen für Krankheiten.

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Viele Mineralwässer zu hoch mit

 Uran belastet

Die Liste der

 Uranwässerchen 

 bekommt man

hier (PDF).

Foodwatch:

Viele Mineralwässer zu

hoch mit Uran belastet

Das giftige Schwermetall Uran belastet Trink- und Mineralwasser – in einigen Fällen so stark, dass gesundheitliche Risiken für Säuglinge und Kleinkinder nicht ausgeschlossen werden können. foodwatch fordert sichere gesetzliche Grenzwerte. Doch was deutsche Behörden als kritischen “Leitwert” ansehen, ist nach einer aktuellen wissenschaftlichen Stellungnahme der Europäischen Lebensmittel-behörde EFSA nicht mehr haltbar.

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